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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
Seite
103
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Von denm Jltssssn 5c. I'bomaz, kcrnznüo?oo, ^nnobon»Zrc. l oz

Die Könige inPortugall ha^en sich daselbst vest zu setzen nicht begehrt,aus Beysorge, es mochten etwa einige auf einer Flotte, wegen einer so lang,wierigen Reise, einen Lust bekommen, stch allda haußlich niederzulassen; ja siehaben gar ihren Unterthanen verbothen, allda zu wohnen, sondern dieselbe alseinen sichern und bequemen Auffnrhalr für die Krancken auf ihm; Schiffenvorbehalten wollen, und haben sich damit vergnüget, daß sie einen Einsiedlerdahin gesetzet, den sie aber wieder von daimen weggenommen, als sie gesehen,daß er die Lustbarkeit des Jagens der Sorge seiner Capellen, und Pflegungseiner Krancken, vorgezogen.

Nachgehend haben sich zween L-ckrcz, und ein Insulaner von ffvz, welcheaus einigen Portugiesischen Schiffn sammt zweyen Weibern entrunnen, indiese Jnffl begeben, in welcher sie sich bis auf vermehret, und ihren Auf.fenthalt in Steinklippen, dahin, dem Ansehen nach, kein Mensch hat kommenkönnen, genommen, und die Krancken, welche die Portugiesen in der Jnsiilhinterlassen, ermordet, und ihnen alle Speise und Lebensmittel genommen ha.ben ; welches denn verursachet hat, daß man Volck dahin gesendet, welchediese Mörder aufgehoben, und nach Lissabon geführet.

Die Engcllander sind itziger Zeit Herren dieser Insul, und haben einFort mir dreyen Bollwerckcn, darinnen eine kleine Besatzung lieget, und wel.ches mit gutem Geschütz versehen ist, allda gebauet. Sie haben allda Hau.ser, darinnen sie Ochsen, Schaafe, Geissen, Schweine und Geflügel halten.Sie haben auch viel fruchtbare Baume, welche sehr gern wachsen, und derenFrüchte sehr gut für den Scharbock sind, allda gepflantzet.

Der Scharbock ist eine Kranckheit, welche den Menschen zum öflffrn,insonderheit auf langwierige!, Reffn auflöstet. Man nennet sie die Kranck.heil zu Lande, weil diß das einige Mittel ist, sie zu heilen, wann sie nicht zu hartcingcwurtzelt ist.

^ Sie kommt von der Speise, die man zur See isset, her, und last sichanfanglich an dem Auswachsen und Faulung des Zahnfleisches mercken,wor.von des Patienten Mund und Backen geschwellen, ihme einen stinckendenArbem machen, und die Zghne dergestalt verderben, und wacklend machen,daß er gar nichts kauen kan.

Diese Kranckheit last sich an den Schmcrtzen in den Gelencken, in denArmen und Schenckeln , und insonderheit an der Kniebiege mit blauen, ro.tbcn und schwachen Flecken, die so klein, als ein Flohbiß sind, spühren.

Ferner last sich dieselbe durch eine Geschwulst an den Armen, Hüfftenund Schenckeln, mit grossen braun, und blauen Mahlern, gleichwie die sind,so vom Stössen, oder Schlagen kommen, sehen. Sie macht auch die Sehen.

kucher, dergestalt, daß die Fersen bis unter die Kniekahle gehen. Mit ei.nem Wort, sie macht gantz lahm, und verursacht grossen Schmcrtzen, wann

sie