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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
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Des füi'.Wtt Buchs dlsp. ix.

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^larcliXi, 5r. I^elenT, ^scenjiom5, oder Aufführt^

Jnsul, oder der Himmelfahrt Shristi.

§. i.

Von der Jnsul St. Thomas gegen dem Königreiche

i.oanA0 über»

Jese Jnsul ist in demOcci^emckischm Theil des Aethiopischen Meersund unter der Linie gelegen, weswegen Tag und Nacht allezeit hiereinander gleich sind. Sie muß mir der Jnsul Sc.lkom« in ^merjc,nicht verwechselt werden.

Der Nahme, den sie führet, ist ihr Anno 1405. von dem Portugiesinscheu Vstconlel, der sie an dem Fest St. Thomas erfunden, gegebenworden. Er hat dieselbe gantz wüst und öde angetroffen, es haben aber diePortugiesen Leute dahin geschickt, die sie bewohnet, und volckreich gemachthaben. Es sind darinne zwey Mönchs-Clöster, das eine von St. Peter, dasandere Augustiner-Ordens.

Sie ist fast Circul-rund und bey nahe »7.Meilen breit, und hält in ih-rem Begriff in die 60. Meilen.

Es ist eine Stadt, und über 70. Zuckerhäuser, so in der Jnsul hin undher zerstreuet liegen, darinnen. Die c^tadt wird St. Thomas genennet, an-dere aber nennen sie l'avozs-m, das ist aufPortugiesisch, die Setz-oderPflanzStadt. Sie ist an einem kleinen Fluß, welcher gegen Oncm den Nahmender Jusul führet, und zu hinderst in einem kleinen Meer-Busen, welcher alldaeinen bequemen sichern Hafen macht, gelegen. Der Fluß theilet die Stadtin zween Theile, worunter der eine lz (slcscia, oder die Stadt gencnnet wird,welcher unter andern Gehauen die Kirche, die den Nahmen eines Biß-rhuins führet, und das Hauß des Lorregictorn, oder Richters im Lande insich begreifst. In diesem Viertheil wohnen die reichste und vermöglichsteLeute. Den andern Theil nennet man ttab.lcle, welches eine Vorstadt ist,darinnen die Handwercks-Leute und Matrosen wohnen. Selbige hat ein ve-stes Schloß, oder Citadell, welches von vier Bollwercken bestrichen werdenkam Unten an diesem Schloß laufft ein kleines Bächlein vorbey,dessen Wasserdas beste in der gantzen Jnsul ist.

Es giebt in dieser Jnsul sehr viel lebendige Quellen, mitten aber in der-selben hat es einen sehr hohen, mit Bäumen bedeckten Berg, deren GipffelNacht und Tag , und zu jeder Jahres-Zeit, mit einer Wolcke bedeckt ist,welche ihre Blätter befeuchtet, und eine solche Menge Wassers hinab sendet,

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