Von dem L.ande der Caffern. 9 l
^Meeres»Winden, sehr unterworffen, welche die Hitze massigen, undKalte mit sich bringen. Das Erdreich daselbst ist überaus stmdigr, undaantz rauh, ausgenommen in den Thalern, und nahe bey den Flüssen. Eswachset allda eist Kraut, oder Wurtzel, welche unsern Zuckerwurtzeln nichtungleich ist, und deren sich die Inwohner des Landes an statt des Brodtsgebrauchen. Die Berge stehen voller Baume, und insonderheit Fichtenbau»me; und diese Walder scheinen von ferne, als ob sie eine grosse Wiesen WMren, weil sich ihre Spitze in einer gleichen Höhe endiget, und gleichsam einegrüne Ebene kblm-ret.
Die Anwohner sind schwartz»gelb, diejenige aber, so gegen Orient beymQpc> (le banne Lcherance liegen, haben krause Haare. Die bey diesem Ozpohaben eine platte Nasen, gräßliches Gesicht, und keine Haare. Zhre Wortesind gar undeutlich, und ein pur lauteres Klapperwerck. Sie essen rohesMenschen »und Thier »Fleisch, und weil sie rinnende Augen , und einen stin»rkenden Athem haben, so wird dieser Gebrechen der abscheulichen Speise, sosie gemessen, zugeschrieben.
Sie geben meistenrheils nackicht, mehr aus Gewohnheit, und um desgemeinen Gebrauchs, als der Hitze willen ; dann es ist bey ihnen ziemlichkalt. Sie pflegen den Leib mit vielerlei) Farben, so strichweise abgetheilet sind,zu färben. An denen Thälern aber gegen Orient haben sie Kleidungen, die nachArt eines rechten Kleids gemacht sind.
Man findet allda eine grosse Anzahl Elephanten , worvsn sich der ge»meine Mann ernähret, und sehr fette Ochsen, die sie zum Lastwagen gcbrau»chen, weil fonsten keine andere lastbare Thiere allda zu sehen sind.
Gegen Orient hat es Goldgruben, werden aber nicht geachter. BeyZofzlz giebt es Korn, allwo es Gold»Adern hat, die so berühmt sind, daß sieihres gleichen nicht haben.
LvKK ist ein kleines Königreich, dessen Haupt»Stadt eben diesen Nah»men führet. Das Schloß ist unter der Portugiesischen Gewalt, welche da» ?om. 2.selbst eine Oarnilon halten, und ist ihnen der König zinßbar. In den Bergen /-z.A.c.zi.hat es kleine und geringe Fürsten, von denen man schier gar nichts weiß, undlebet man daselbst, insgemein bey dem Oapv fle banne bts>erance, ohne Re»ligion, und ohne Policcy, denn es ist unter ihnen alles gemein. Sie findhertzhaffte, danebenst aber grausame Leute. Ihr gewöhnliches Gewehr, sosie führen, ist eilte Streir.Kolbe und Wurffpfeil, und erkennen sie den»jenigen, so am tapffersten ist, für ihr Oberhaupt, wie bereitsvorher angemercket worden.
M! D.w