dem S.ande der Cnssern.
heu keinen König, resscäiren aber in ihren Rotten jederzeit einen Alten, alsObersten, welcher viel Vieh hat, und lassen die Viehzucht ihre beste Nal)-rung seyn. Ihr Gewehr ist ein Prügel, oder eine Keule und Lantze. Siehaben mit niemand zu streiten, als wenn sie selbst uneinig werden, da sichdenn anfangs jeder Haussen mit Steinen, endlich mit Knütteln wehret. Siesind von propornon wohlgewachsene Leute, rechter Grösse, doch sind dieManner insgemein grösser als die Weiber. Ihre Farbe ist nicht gantzschwartz,wie die Mohren, sondern sie machen sich durch vieles Schmieren mitFett so schwartz, und gemeiniglich gantz stinckend. Das Haupt»Haar istkurtz und krauß, als Schaafs-Wolle, die Leffzen sind dicke und auffgeworf-fen, die Nase ist breit und eingebogen, und der Leib wird mit Schaafs» Wol-le, See-Muscheln, Stücklein Bley und Zinn, wie auch jedes Ohr, daran sieLöcher haben, mit eisernen oder bleyernen Ringen behänget. Die meisten ge-hen nackend, ob es gleich so gar warm der Gegend nicht ist, nur daß sie umdie Schultern einSchaafs-Fell, die Wolle auf den Leib zugekehret, und mitFett wohl beschmieret, oder eine Büffel-Haut, tragen, und die Schaam miteinem Srücklein Fell, das an einem Riemen veste gemachet ist, bedecken.
Dieses Heisset eine Earotze. Ihre Gestalt wird auf der Xl.vi ?iZur vorge-stellet. Sie gehen stets mit blossem Kopffe, und sind geyzohnet denen Hol-landern, wenn sie mit ihren Schissen an dem Lzpo lle lz-znne Lsserance an-kommen und aussteigen, vor ein Stücklein Toback, den sie sehr lieben, alleBlösse zu zeigen, und zu tantzen. Einige nennen sie Hodmandods oder Hot-tantors. Sie sind sehr hurtig im Lausten, weil ihre Glieder von dem vielenSchmieren gelencke werden. Sie pflegen ihr Vieh um ein schlechtes StückToback zu vertauschen. Wegen ihres freyen und geruhigen Lebens schätzen Frickenssie sich vor die glückseeligste Menschen. Diejenige, welche nahe bey deinVorgebürge der guten Hoffnung wohnen, sind zum Theil ziemlich civiiillret,und können viele die Hollandische Sprache reden und verstehen. Sie habenaber auch ihre eigene Sprache, mit welcher es, nach dem Bericht des ren»m-m-rten Bürgermeisters zu Amsterdam, Herrn ^col-n Bitten, an den Fürst-lichen Sächsischen Gcbeimbden Rath, kuäolpbnm , weit anders beschaffen,als die gemeine Reise-Bücher berichten. Einen Vorrath von Wörternder Hottentottischen Sprache hat der seelige Herr Iuncker, bey der Lebcns-Beschreibung ^obj !_ullolpki, ex eban» kullossbianis, angefüget.Bey denen Hottentotte!? Heisset : kzmkämmz, Land; (Zoullic, Schaase;
Kos, der Tod; r ein Schiff; ?vkee5, ein Weib; ^okee, ein
Mann ; 5u>e, die Sonne; c' e» die Sterne; db»minz. der Löwe;u.s. w. S-e haben auch einige Erkanntnüß von GOTT, und glauben, ^daß ein GOTT sey , der Himmel und Erden erschaffen habe, weiter aberwissen sie nichts. Sie glauben auch, daß ein Teuffel sey, wie einige
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