Don der Insu! ^säzgatcsr in äüica. 77
Die Voscl^in sind unter denen schwachen die vornehmsten und reichsten,und Herren über viel Dörfler, weil sie die Freyheit haben, in denselben deinWehe, so ihnen zugehöret, ihren Unterthanen, und ihren Sclaven die Kahleabzuschneiden.
Die i-obavobirz sind unter den schwachen gleichfals grosse Herren, dürftfen aber keinem Ochsen oder Kuhe, so ihnen zugehöret, die Kahle abschneiden,sondern müssen einen KoanNian, oder /MscanNian suchen, der solches ver-richte.
Die Onrtoz sind geringer, als die dobzvobicz. und ihre Verwandten.
Die Onüevez sind Sclaven von Vater und Mutter, die man gekaufft,oder im Krieg gefangen worden.
Es können beydes die Hnzcznllrisn und Onl^arti > als Voz6^ili, d.oba-vobirz und Onrüi-l, wann ste sterben, ihren Kindern nichts Hinkerlasseil, sondernes nehmen die Grossen, unter welche sie gehören, all ihr Rindvieh, und wassie sonsten besitzen, zu sich, und lassen ihnen weiter nichts, als das Feld, wel-ches sie bauen , sich davon zu ernähren. Wann ein Grosser stirbt, ist denenVoaUzMi, ^<zbavc)bir5 und nach ihrem Gefallen einen andern zu er«
wehten, weil sie für solche Wahl, ein si->6c.llouve, das ist, Gcschenck,wann sie sich unter seinen Schutz begeben, bekommen. Vermöge dieses i.a-üL-clouve nun, so er ihnen gegebeil, erbet nach ihrem 5od der Grosse alles,was sie besitzen; die On^-vez aber können ihren Stad nicht aussgeben, es seyedann, daß sie ihnen in Hungers-Noth nicht mit Nahrung an die Hand ge-hen wollen , in solchem Fall können sie sich ungehindert an andere Herren er-geben.
Wann ein grosser Herr einen andern besucht, so laßt der, so besuchtwird, seinem Gast von seinen Weibern, die er am tüchtigsten zu seiner Liebezu seyn vermeinet, zukommen. Dann er würde es für einen grossen Schimpfshalten, wann der andere solches ausschlagen solte. Eben also pflegen es dieUnterthanen mit ihren guten Freunden, und mir den Ausländern zu machen.
Die Grossen leben selten in Fried und Einigkeit mit einander, sondern,wann einer über den andern einen Vortheil zu bekommen weiß, so laßt erkeine Gelegenheit aus Händen gehen, und bekriegen insgemein einander, wo-von die Ursach mehremheils wegen der Weiber herrühret. Über diß, sopflan«tzen sie ihren Haß auf viel Geschlechte fort, bis sie sich gerochen haben, unddrücken die Eltern den Kindern solchen ein, und reihen dieselbe an, sich, wennsie Gelegenheit haben, zu rächen.
Diese Grossen belustigen sich auch mit Comödien, worzu sie Comödian«ten halten, die sie ^ccacssz nennen. Diese Comödianten sind denen dlerma-pbrocliren, oder so beydes mann «als weiblichen Geschlechts sind, gleich;dann sie haben ein mannbares Gesicht, haben aber keine Barte, und gehen
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