Von der Inst»! tNalrha.
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Von dem allgemeinen Zustand der Jnsul Maltha.
s^Je L.ussc ist daselbst ziemlich rein, im Sommer aber die Hitze sogroß //-/?»?. H
und unleidlich, daß die aus Norden dieselbe ohne augenscheinliche Gc»fahr ibrer Gesundheit nicht ausstehen können. Die Jnsul ist anders nichts, -ieals ein Felsen von einem harten Stein, welcher nur mit drey oder vier Schuhehohen sehr magern Erdreich überdeckt ist, dergestalt, daß das Land insgemein /..//.e.unfruchtbar ist, und man überaus grossen Fleiß und ungemeine Unkosten an»wenden muß, daß fruchtbare Baume allda wachsen, und daß manKorn und Wein cinsammlen kan; dahero es dann kömmt, daß die In»wohner nicht sogar reich sind, und sich schwerlich wurden ernähren können,wann die junge Ordens »Ritter, so sich mit grossen Koken daselbst auffhal»ten ,und vornehme Standes »Personen, welche dahin reisen, nicht das bestedarbcy thaten. Es giebt in dem Lande gar wenig Schlangen, zu deme so sindauch dieselbe nicht giffrig.
Die Maltheser sind insgemein nicht gar groß von Leibes »Gestalt, 7)^.^wiewohl man etliche findet, die ziemlich groß, und von schöner 5rarur, und sosiarcker und gesunder Natur, daß man alte Leute von hundert zwantzig und 0^,574.mehr Jahren findet, die noch wie junge Leute arbeiten können. Sie findbraun von Farbe, und haben krause Haare. Ihre Muttersprach ist Mohrisch.Das Weibsvolck daselbst ist klein, aber anmnthig und leutselig, und wannihnen an der Farbe etwas abgehet, so wissen sie den Mangel mit Bleyweißzu ersetzen.
Die Eingebohrne sind insgemein gute Soldaten, und unerschrocken.Sie führen einen langen Degen und grossen Dolch, und wissen sehr wohlmit den halben Piquen, so an beyden Enden mit Eisen beschlagen sind, um»zugehen.
Sie haben vorzeiten den dtercule, und die ^suno angcbethet; anitzo abergehören sie unter einen Bischoff, welcher des Bischosss von Palermo in Si»ciiien 5uch-azzneu5 ist: Dieser Bischoffbesitzet zugleich die Bischöfliche Würdezu Maltha, und isteinervon den hohen Ordens» OKcirern, hat auch im Rathseinen Sitz zur rechten Hand des Großmeisters.
Diese Jnsul ist unter der Herrschafft der Carthaginenser, der Römer,der Saracenen und Normander gewesen, welche letztern sich derselben, unterkogerio, Grafen von Sicilien, An. 1090. bemächtiget haben, von welcherZeit sie unter den Königen von Sicilien bis aufdenKäyser O,rswm v.Königevon Hispanien, Neapolis und Sicilien, geblieben ist, welcher dieselbe dem da»mahligen Großmeister ä« villlc» - i'izle jm Jahr 1551. verehret hat.
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