Von der ^nsul bNaltha.
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a^lien, Arragonien,Engclland, Teurschlandund Castilien. Wann die Ritterdieser Zungen, oder Sprachen vor Alters wieder die Ungläubigen gestritten,haben sie unter ihren Kleidern ein Pantzer-Hembd, und ein rorhes Umerkleid,auf welches ein grosses weisses Crcutz genahet gewesen, getragen.
Die Ordens-Regeln sind Anno - m. vom Pabst l'»lckzlic> u. bekrafftl»gct worden.
Dieser Orden hat bis auf Anno - r 87.zu Jerusalem gewohnet, in wcl-chcm Jahr die Christen durch den Cgyptischen Sultan von dannen sind ver-trieben worden. Hierauf haben sich die Ritter in das Schloß soin Syrien gelegen, begeben, von dar sie sich in der Stadt ärcz, elMsseupiuivmüiz genannt, niedergelassen. Nachdem aber diese Scadt im Jahri. von dem Egyptischen Sultan Kss'x X4elei!ur ist eingenommen worden,haben sie sich nach buwstb.einerStadt der JnsulCypcrn, ^ciiiret, u.nd siid,nachdem sie sich 18. Jahr daselbst auffgehalten, nach Kbo6iz. welcher Jnfulsie sich bemächtiget, kommen, dieweil sie aber il. An. - wiedervertrieben. 'Nachdem sie nun 8. Jahr lang verschiedene Hafen durchstrichen,hat ihnen endlich Kayser L-nl der v. An. - 550. die Jnful Maltha uitter dendrey nachfolgenden Bedingungen eingeräumet: Die erste war, daß dieser Or-den inpoii in Barbarien, Malrha und Gose einnehmen, und dieselbe vondem Kayser, und feinen 'Nachfahren des Königreichs Sicilien zu einem ade»liehen, freven und ledigen Lehen, sammt aller hohen und niedern furi^ieUon,gegen gebührende Liefferung eines Falcken, tragen, und unumgänglich ver-pflichtet seyn holten, die neue Belehnung von jedem neuen König in Sicilienzu begehren, und keine i^ncMen aus Sicilien, oder, so das Laster der belei-digten Majestät begangen, auffzunchmen. Zweytens, wolte sich dieser Kay-ser die Lvllzcur und Ernennung eines Bischoffs zu Malrha, auf sich, und dienachkommende Könige in Sicilien vorbehalten haben, und wann der Bichöff-liche Stuhl ledig werden wurde, folte der Orden ihrer drey vorschlagen, un-ter welchen dreyen einer ein Vasall des Königs in Spanien seyn, und derje-nige, welcher crwehlet werden würde, das grosse Ordens-Creutz tragen folte.Die dritte (^onllirwn war, daß der der Malthesischen Galeeren keinanderer, als aus den Italiänischen Zungen seyn folte. Dieses hat der Or-den eingegangen, und sind nachgebends diese drey Oonllirionen vom Pabstciemenz Vll. bckräfftiget und bestätiget worden. Eben diese Schuldigkeitmir einem DutzetFeloten ward auch folgcnds denen Königen von Franctreich,zu einer danckbarlichen Erkantnüß, womit der Orden beyden Croncn verpflich-tet, abgestattet, woran auch derselbe niemahls ermangelt hat.
Aus diesem letztern Ort nun, haben die Ritter ein rechtes Bollwerck,und Vormauer der Christenheit gemacht, und thun dem Türckischen Reichmit ihrem kreutzen auf der See grossen Abbruch.
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