Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
Seite
532
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Jahre 1825 wirklich vor sich gegangen ist. Seele vacante haltendie zwei Generalvikarien regiert.

Unten am Predigstuhl zwischen der Bildhauerei entnahm manauf allen Seiten eingehauene Buchstaben, welche nicht wohl zulesen waren.

Nach Verfertigung des neuen Portals an der Wolfsthür wurdemitten in der Nische ein Muttergottesbild gestellt welches vongeschlagenem Kupfer, sitzend, ganz von alter Art war, und vorhinnoch in meinem Gedenk ausserhalb der Kirche gegen der St Foilans-kirehe ganz hoch an einem der Pdaren hing. Dieses Bildniss istnachher unter den Francosen ober der Wolfsthür wieder weggenommenund verkommen, bis einige Tage vorher als die alliirten Truppeneinzogen 1811 ist wieder ein Muttergottesbild dahin gestellt worden,welches vormals an dem Hause des Herrn Bürgermeister Wespinan Heppion in einer Nische stand. Hernacher ist dieses Hausvon dem Protestanten Schlosser gekauft und selbes Bild weggeschafft.Herr van Hontem kaufte gelegentlich das schöne Stück und schenkteselbes der Kirche.

Anno 1801 bei der eintreffenden Heiligthumsfahrt, nachdemdie hl. grossen Reliquien wegen KriegsnmstKnde 10 Jahr inPaderborn im Kapucinerkloster geflüchtet waren, bei ihrer glück-lichen Zurückkunft am 10. Juli zuerst, durch unseren hochw. Hr.Bischof Marcus Antonius zur Freude der ganzen Bürgerschaftgezeigt, und zuerst dieselben hier waren kein Mensch zu denkenweiss von einem Bischof gezeigt. Den zweiten Tag zeigte dieselbender Vicarius generalis Fonck, den dritten Tag der Vicarius generalisKlinkenberg, den vierten Tag der Dechant, Cardoll; die anderenTage zeigten die übrigen Domherrn. Auf St Magdalena Tag undam letzten Tag zeigte wieder der Herr Bischof mit allen vorhergewöhnlichen Feierlichkeiten. Die nach mehreren Verträgen desMagistrat und des Kapitel in Betreff der Eröffnung sowie desSchliessens (übliche Förmlichkeit)') wurde auf das strengstebeobachtet.

Zu Noppius I. 10, 8. 43.

Anno 1792 am 31. December wurden alle Kirchen und Klösterhier Mittags um 12 Uhr von den Francosen mit Wachten besetztund alles Vorhandene inventarisirt und versiegelt. Abends wurdeder Freiheitsbaum unter Musik und Paradirung der Truppen mitallem Jubel vor dem Rathhaus aufgepflanzt, alle ordentlichen Bürgerhielten sich zurück. Zugleich wurde auch dem Bildniss Karlsdes Grossen auf der Markfonteine die rothe Kappe aufgesetzt.

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