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1 (1890)
Entstehung
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1754. In diesem Jahre kamen mehrere Schriften gegen denMagistrat zum Vorschein.

1755 wurde ein gewisser Wirtz von Ubach hier an dem vorzwei Jahr, neu errichteten Pranger gestellt. Er hatte auf öffent-licher Strasse einem Frauenzimmer 170 Rthlr abgenommen.

Den 7. April sollte die Vollziehung des Wetzlar'schen Ur-theiles in Sachen Heupgen contra Schörer-Zunft. von Aachen vollzogenwerden. Der Inhalt desUrtheiles war: Es sollten dieSchörer-Knechtevon Heupgens, so faul gemacht waren, wieder fähig sein, mit den an-deren Schürern zu arbeiten, und also ihrer freien Gilde beraubet,folglich war Heupgens Absehen, alle Schörer-Knechts-Gerechtigkeitabzunehmen und die Knechten mit der Zeit zu nöthigen, vor halbenLohn zu arbeiten und noch dazu gezwungen sein, in hiesiger Stadtzu arbeiten, weil sie an keinem anderen Orte hätten Arbeit be-kommen. Die Knechte hatten nie einen Rechtsstreit mit Heupgenzu Wetzlar, wohl aber die Meister, welche gewissenlos in derSache gehandelt und die Knechte mit Zuziehung des Rathes darinverwickelt. Der Rath hatte durch Gunst die Sache verzögert,indem er trachtete, den Zünften ihre Freiheit zu benehmen. 2tenssollten die 6 Meister der Schörer Heupgens alle Unkosten ver-güten.

Den 4. Mai wurden die Kaufleute, 36 an der Zahl, auf dasRathhaus gerufen wegen der Schörersache. Es wurde ihnen ge-sagt, sie möchten ihre Meister anhalten, damit ihre Knechte mitHerrn Heupgens arbeiten sollten. Die Kaufleute sagten, dass dieMeister kein Recht über die Knechte hätten. Am 5. kam ein jederKaufmann mit seinen Meistern auf's Rathhaus, aber die Schörerhatten sich schon nach Wetzlar appellirt, folglich sagten sie, siekönnten die Knechte nicht zwingen.

Den 14. Mai kam ein Schreiben von Churpfalz an den Ma-gistrat, worin Pfalz drohte die im Jülieh'schen gelegenen Güterder Magistrats-Beamten zu confisciren, und ihre Personen, wennsie den Jülicher Boden beträten, zu arretiren, im fall Pfalz in vierWochen Zeit keine Genugthuung erhalten thäte 1. wegen der Ein-griffe in Majors Rechte 2tens wegen Vergütung des Schadens, denihre Jülicher Untertbanen der Nadelfabriken wegen erlitten.

Den 24. Mai kam der anno 1681 den 21. Jan. gemachte Gaffel-brief in Druck heraus. Hierauf liess der Magistrat bekannt machen,dass dieser Gaffelbrief 1683 den 23. April durch den grossen Rathvernichtet wäre und der von 1450 erneuert und bestätigt sei.

Den 24ten Mai war der fag der Krämer grossen Wahl. DieBürgermeister de Lonneux und Niclas kamen als Krämer mit-stimmen und doch fiel die Wahl gegen sie aus. Dieselbe Nacht