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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Grafen von Scheier.

12. Grafen von Scheier.

Schon 1383 wird ein Arnold Scheier, der Sprosseeines alten, ursprünglich in Tirol und Oberschwabensesshaften Geschlechts, als Landkomthur des Deutsch-Ordens in der Bailei Elsass genannt. (Voigt, Gesch.des Deutsch. Ritterordens S. 686.)

Am 26. Juni 1727 erhielt der Kaiserliche Haupt-mann Matthias Scheier die Erneuerung seines altenAdels und den Reichsadel. Sein zweiter Sohn Jakob,geb. 1726, starb als herzogl. wiirtt. Generalmajor;

der ältere Matthias II, geb. 1724, Oberstlieutenantund Commandant der Festung Hohenneuffen, hinter-liess bei seinem Tode 1789 zwei Söhne, von denender ältere, Johann Georg, als württembergischer Heer-führer in den Napoleonischen Kriegen hochgeschätzt,nicht allein den Stamm fortpflanzte, sondern auchdurch Diplom vom 23. Oktober 1812 den Grafen-stand in die Familie brachte.

Wappenbesehreibu 11 g.

Ursprünglich bestand das Wappen der Herren v. Scheierin einer gestielten goldenen Rose, mit einem goldenen Blatteim blauen Schilde. Bei der Erhebung in den Grafenstandwurde das Wappen um noch zwei weitere Felder vermehrtund zwar so, dass es nunmehr aus drei Querfeldern gebildetwurde. Das obere oder erste, welches König Friedrich I.von Württemberg dem Grafen Johann Georg verlieh, bestandaus einem der württembergischen Hirschhörner im goldenenFeld. Das zweite, die gestielte Rose im blauen Felde, zeigt

das Stammwappen; das untere oder dritte in Roth, welchesihm Kaiser Napoleon beilegte, führt ein horizontal liegendesSchwert mit goldenem Gefässe.

Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, über welcherzwei gekrönte Helme ruhen, von denen der rechte mit blau-goldenen Decken das Hirschhorn, der linke mit schwarzgol-denen Decken das Schwert trägt.

Als Schildhalter dienen zwei goldene Löwen.

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