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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Grafen von Gronsfeld-Dicpenbroick.

8. Grafen von Gronsfeld-Diepenbroick.

Die alten Grafen von Gronsfeld gehörten demHerzogthum Limpurg an, wo ihr Stammschloss in derNähe von Mastrieht lag.

Im 15. Jahrhundert gieng der Mannsstamm undim 16. auch die durch die Erbtochter des letztenGrafen v. Gr. gestiftete Linie Bronchorst-Gronsfeldaus, worauf die Grafschaft Gronsfeld durch weiblicheSuccession an die Grafen von Limpurg-Styrum kam,unter Einsprache der Grafen von ßronchorst-Diepen-broick, welche gleichfalls von jener Erbtochter ihre

Abstammung herleiteten. Während eines langen Pro-zesses, der zu Gunsten der Diepenbroich entschiedenwurde, hatten sich diese Diepenbroick-Gronsfeld ge-schrieben, und als 1719 der Bronchorstsche Stammerlosch, erhielt der Freiherr Johann Bertram Arnoldvon Diepenbroich (vgl. Genealogie) den Reichsgrafen-stand mit dem Namen von Gronsfeld. Dieser Zweigkam 1819 in der Person des im Jahre 1868 ver-storbenen K. Württemb. Generalmajors a. D., GrafenFriedrich, in K. Württembergische Dienste.

W appe n besehreib u n g.

Dasselbe besteht aus einem senkrecht getheilten Schildmit sechs Feldern und einem Mittelschild.

1 und 4 in Gold drei rothe Ballen (2. 1). 2 und dreiin Schwarz ein Freiviertel in der rechten Ecke des Feldes.5 und 6 unten im Schildesfuss das Wappen von Limpurg mitdem Schenkenbecher.

Das Mittelschild einfach getheilt. 1 und 4 in Roth zweigekreuzte Schwerter; 2 und 3 in Blau ein goldener Quer-balken, darüber drei nebeneinander stehende silberne Vögel.

Der Schild wird von zwei Jungfrauen gehalten, wovondie rechte in rothem Ober- und goldenem Untergewande, inder Rechten einen mit rothgoldenen Decken geschmücktengekrönten Helm trägt. Aus der Krone desselben gehen zweigoldene Bärentatzen hervor, in der Klaue einen der rothenBallen tragend, den dritten in die Mitte gestellt. In der lin-

ken Hand hält sie einen ebenfalls gekrönten Helm, geziertmit den Schwertern des Mittelschildes.

Auf dem Schilde ruht ein gekrönter Helm mit blau-goldenen Decken, und aus der Krone desselben wächst einvon Gold und blau quergetheilter Stierkopf hervor, mit wech-selsweis von Blau und Gold getheilten Hörnern. Die linkeJungfrau im blauen mit Hermelin besetztem Ober- und sil-bernem Unterkleide, trägt in der rechten den gekrönten, mitrothsilbernen Decken versehenen Helm mit den von Silberund Roth getheilten Büffelhörnern und den von Roth undSilber quer getheilten Fähnlein. Die Linke trägt einen gleich-falls gekrönten, mit blauen und silbernen Decken geschmück-ten Helm, aus dem der goldene Becher der Schenken vonLimpurg herauswächst.

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