Freiherren von Palm.
36. Freiherren von Palm.
Aus der Schweiz, wo die Palm längst ansässiggewesen, zogen sie sich in der Reformationszeit nachder schwäbischen Reichsstadt Esslingen, wo sich im17. und 18. Jahrhundert Angehörige der Familie wie-derholt im Magistrat finden. (Vgl. die der Hochfrey-herrlich von Palmischen Familie gewidmete Schriftvon Nagel: Vermuthungen über den Ursprung derReichsstadt Esslingen. 1795. S. 107 ff.) Mit denSöhnen Johann Heinrichs von Palm, f 1684, theiltesich das Geschlecht in drei Linien. Die ältere, katho-lisch gewordene, zur Reichsgrafen- und 1783 zurReichsfürstenwürde erhobene, ist 1851, die mittlere,Heinrichsche, schon 1819 im Mannsstamm erloschen.
Die jüngere, Jonathansche Linie blüht im Besitz vonMühlhausen, OA. Cannstatt, welches 1728 erworbenwurde, Steinbach und Wendlingen, OA. Esslingen,welche Rittergüter 1741 und 44 an die Familiekamen, endlich des um das J. 1830 erkauften RittergutsMessbach, OA. Künzelsau. (v. Georgii-Georgenau,Biogr. geneal. Blätter. 1879. S. 823. Memminger,Cannstatt. 1812. S. 210. Pauly, Beschr. d. OA. Ess-lingen. 1845. S. 238. 244.) Viele Stiftungen fürZwecke der Wohlthätigkeit und Bildung tragen dasAndenken der Familie, insbesondere Franz Gottliebs,1691—1749, und Christian Heinrichs, 1736—1819,in die fernsten Zeiten.
W a p p e « b e s
Wappen quadrirt und mit einein silbernen Mittelschild,worin auf grünem Dreihügel ein grüner Palmbaum steht;durch die Mitte des Herzschildes geht ein rother Querbalken,der zu beiden Seiten des Palmbaumes mit dem Namenszugdes Kaisers Joseph I. (J. I.) in goldener Schrift belegt ist.
1 und 4 in Silber ein einwärts zum Grimmen geschick-ter, goldgekrönter rother Löwe, mit ausgeschlagener rotherZunge und aufgewundenem Schweif, auf grünem Hügel stehend.
2 und 3 in Roth drei übereinander liegende silberneMühleisen (Mühlhausen), durch welche sich aufwärts eine gold-grüne gekrönte Schlange windet
e h r e i b n ii g.
Freiherrnkrone und drei gekrönte Helme mit rechtsgrünsilbernen und links rothsilbernen Decken.
Die erste trägt zwischen zwei grünen Palmenzweigeneine zum Flug geschickte Nachteule. Der zweite einen vor-wärts gekehrten gekrönten schwarzen Adler mit ausgebreite-ten Flügeln, der auf der Brust ein goldenes Malteserkreuzträgt; der dritte Helm eine zum Flug geschickte silberneTaube, welche von einer goldenen und grün geschupptenSchlange ringförmig umgeben ist.
Schildhalter zwei goldene Löwen. Devise: „In adversisvir tu s,"
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