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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Freiherren von Hornstein.

23. Freiherren von Hornstein.

üas von der Burg Hornstein im Lauohertthalunfern Sigmaringen benannte, wahrscheinlich mit denHerren von Grüningen, OA. Riedlingen, und also auchmit dem Hause Württemberg stammverwandte Ge-schlecht, das bis in die erste Hälfte des 13. Jahr-hunderts hinauf nachweisbar ist (Stalin, Wirt. Gesch.2, 596), breitete sich mit ihren oberschwäbischen Be-sitzungen in vielen Aesten aus: Hornstein-Schatzberg,Wilflingen, Göffingen, Weiterdingen, Grieningen, Buss-

mannshausen. Von diesen blühen noch die beidenletztgenannten Linien, deren eine Grieningen seit dem13. Jahrhundert besitzt, während die andern durchösterreichische Belehnung 1791 Bussmannshausen, OA.Laupheim, und auf dem gleichen Weg seit 1800 Or-senhausen in demselben Oberamt besitzt. (Memmin-ger, Beschr. d. OA. Riedlingen. 1827. S. 171. 176 ff.Stälin, Beschr. d. OA. Laupheim. 1856. S. 150. 220.)

W a p e ii b e s e Ii r e i b u 11 g.

A. Linie Bussmannsliausen.

Stammwappen. Das Wappen der Freiherren v. Horn-stein-Bussmannshausen besteht in einem blauen Schilde miteinem rundgebogenen fünfendigen silbernen Hirschhorn, des-sen Wurzel und äusserstes Ende auf einem dreihügeligen gol-denen Stein aufsteht, dasselbe ist wiederholt auf dem Helme,nur dass hier der Stein schwarz ist. Die Freiherrnkroneüber dem Schilde wird für gewöhnlich nicht geführt.

Helmdecken sind blau und silbern.

Vermehrtes W ap p e n. Ein quadrirter Schild mit demneben beschriebenen gekrönten Mittelschilde, das erste Feldvon Silber und Roth, sechsmal quergetheilt; im zweiten unddritten silbernen Felde ein rother gekrönter rechtsspringenderLöwe, im vierten rothen Felde ein weisser gezinnter Thurmmit Thor und Fenstern. Auf dem Schilde drei offene Helme,der mittlere glatte trägt den Hornstein mit blausilbernerDecke, der rechte gekrönte einen wachsenden Steinbock mitschwarz goldener Decke, der linke gekrönte den Löwenwachsend mit rothsilberner Decke.

33. Linie Gtrieningen.

Quadrirt mit einem gekrönten Mittelschild, in welchemdas Hornsteinische Wappen enthalten ist. Im ersten und viertengoldenen Felde erscheint ein natürliches Hirschgeweih undmit in der Mitte emporstehendem Ohr. Im zweiten unddritten silbernen Felde drei rothe nach rechts gewendeteBärentatzen. Auf dem Schilde, der von der Freiherrnkronegedeckt wird, drei offene ungekrönte Helme, mit rechtsschwarzgoldener, in der Mitte blausilberner und links roth-silberner Decke. Der mittlere zeigt das schon beschriebene

Hirschhorn auf schwarzem Stein und hinter demselben zweikreuzweis steckende Fahnen, wovon die zur Rechten anblauem Schafte in Roth F III gekrönt und mit goldenenFlammen umgeben, die linke aber an silbernem Schafte inSilber ein rothes Kreuz zeigt. Der vorderste Helm mit schwarzund goldener Decke trägt einen Adler-Flügel, schrägrechtsvon Gold und Schwarz getheilt, und der dritte Helm einerothe aufgerichtete Bärentatze.

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