Freiherren von Gemmingen.
15. Freiherren
In dem alten, schon im 15. Jahrhundert weit-verzweigten Geschlecht, welches sich von Gemmingenim Kraichgau (im jetzigen bad. Amt Eppingen) nannte,wurde Hans, genannt der Reiche, durch Ankauf derWeinsbergischen Burg Guttenberg am untern Neckar1449 Stifter der in Guttenberg selber 1827 im Manns-stamm ausgestorbenen Gemmingen-Guttenberger Linie,in welcher Dietrich und Wolf sich als Befördererdes Humanismus und der Reformation hervorthaten.Hansens Sohn Pleikard kaufte 1476 von Heinrichv. Helmstadt Burg und Dorf Bonfeld, OA. Heilbronn,und dessen Söhne, Dietrich, Wolf und Philipp, er-warben von Reinhard v. Helmstadt 1516 Fürfeld indemselben Oberamtsbezirk. So entstanden an dem
von Gemmingen.
Guttenberger Ast des Stamms Gemmingen der Bon-felder und der Fürfelder Zweig, welche beide heutenoch in weiter Ausdehnung blühen. Tlieils durch denBesitz der Rittergüter Bonfeld nebst Niedersteinach,OA. Gerabronn, und Fürfeld, tlieils in einem Gliedder Bonfelder Linie durch Antheil an Neubronn undLeinroden, OA. Aalen, gehören die Gemmingen-Bon-feld und die Gemmingen-Fürfeld zum ritterschaftlichenAdel des Königreichs Württemberg. (Vergl. Stocker,Chronik der Familie von Gemmingen und ihrer Be-sitzungen. Bd. I. Heft 1: Guttenberg, Bonfeld, Fiir-feld. 1865. Titot, Beschreibung des Oberamts Heil-bronn. 1865. S. 271 ff., 296 f.)
Wappenbesclireibu n g.
In einem blauen Schilde zwei goldene Querbalken, auf dem Schilde ein offener gekrönter Helm, der mit blaugoldenerDecke zwei gleich dem Schilde bezeichnete Rüssel trägt.
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