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Nach dem Original im Stadt-Archive zu Güstrow, auf Pergament,in einer kleinen, engen, cursivischen Minuskel. An einerSchnur von rother Seide hängt des Fürsten Nicolaus vonWerle Siegel aus grünem Wachs, wie es zur Urk. Nr.LXX1V beschrieben ist.
Eine zweite Original - Ausfertigung daselbst ist ähnlichausgestattet, nur auf einem grössern Pergament, in einergrossen, weiten Minuskel; das grüne Siegel hängt an einerSchnur von rother und gelber Seide. In dieser Ausferti-gung fehlen die Worte:
dilectorum fratrum nostrorum scilicet Gunteri et Johannismatrisque nostre predilecte domine Sopbye, necnon de —statt deren steht nur da:
de consensu et consilio vasallorum nostrorum.
Dagegen enthält diese Urkunde am Ende vor der Schluss-formel folgenden Satz mehr: (placuerit opcioni.)
preterea ne sepedicti fratres a quoquam molestentur infuturum, trium mansorum proprietatem, quam ecclesiaGustrowensis iam dudum possederat, acceptis trigintamarcis denariorum a sepedictis fratribus supra prefatamstiiiimam, tenebimur eisdem perpetuo libertäre. (Ut au-tem hec perpetuo maneant — —).
Ausserdem liest diese Ausfertigung: Guthowe, Tebbeszin,Wlfgir aduocatus in Gustrowe, Wluinc, Cena etc.
Bei den Zeugen steht nur hinter Johannes et Ber-nardus de Belin ein Punct; alle übrigen Zeugen sind durchein Komma getrennt, so dass sich nicht bestimmen lässt,wo die Reihe der Knappen (famuli) beginnt. HeinrichSchade war schon im J. 1294 Ritter (vgl. Rudlolf Urk.-Lief. S. 150.); Ludolf und Hartmann von Oldenburg,Conrad Buno und Mathias Ketelhot kommen in den voranf-gehenden Urkunden und sonst öfter vor dem J. 1296 alsRitter vor; Johannes von Goldstede wird im J. 1296 öfterals Ritter aufgeführt (vgl. Jahrb. II, S. 237 und 238 undUrk. Nr. LXXXI1), Machorius von Zehna schon im J. 1270(vgl. Besser's Gesch. v. Güstrow, S. 250) und Wulfgir imJ. 1292 (vgl. Urk. Nr. LXX1X). Es können also höchstensnur die drei letzten Zeugen Knappen sein, und j&icolau#Iftafjrt (der Jüngere) war auch schon Ritter.