Freiherren Cotta von Cottendorf.
8. Freiherren Cotta von Cottendorf.
Johann Georg- Cotta, Sohn des Pfarrers Niko-laus Cotta in Porschendorf und Liebenthal hei Dres-den, erwarb 1659 mit der Hand der BuchhändlerPhilibert Brunns Witwe die längst bestehende Bram-sche Buchhandlung in Tübingen und betrieb sie, vomSenat der Universität mit der Würde eines civis aca-demicus ausgestattet, unter seinem Namen und seinerFirma. Der Urenkel desselben, Christof Friedrich,1724—1807, errichtete in Stuttgart die bis vor Kur-zem unter der Firma Chr. Fr. Cotta's Erben besteh-ende Hof- und Kanzleibuchdruckerei, während seinSohn Johann Friedrich, 1764—1832, den alten Glanzder buchhändlerischen Firma erneuern und ihr, sowiedem gesammten Buchhandel Deutschlands, einen niegeahnten Aufschwung geben sollte. Von Preussen 1817durch Ertheilung des Titels eines Geheimen Hofrathsgeehrt, sah der auf vielen Gebieten rastlos thätige
Mann seine Verdienste auch in der Heimat dadurchanerkannt, dass ihm in dem genannten Jahr auf Grundeines an Bonaventura Cotta des Geschlechts von Cot-tendorf zu Eisenach ertheilten kaiserlichen Wappen-briefs von 1420 „der alte Adel mit dem Prädikatvon Cottendorf anerkannt und bestätigt" wurde, wor-auf König Max Joseph von Bayern 1822 die erblicheFreiherrnwürde „als eines einziehenden achtbarenStaatsbürgers Ehrengeschenk" verlieh. (Vollmer,Briefwechsel zwischen Schiller und Cotta, 1876. S. IV ff.Reyscher in der Alig. Deutschen Biogr. IV, 527 ff.)Die Familie gehört zum ritterschaftlichen Adel Würt-tembergs durch den Besitz der Rittergüter Hipfelhof,OA. Heilbronn, und Plettenberg (Dotternhausen), Ober-hausen, Rottenmünstergut, Burg Wenzelstein im Ober-amt Rottweil.
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Das Wappen ist quadrirt; 1 und 4 in Silber, die rechteHälfte eine blaue Lilie, begleitet links von drei übereinanderstehenden rothen goldbesamten Kosen; 2 und 3 in Blau eingoldener Greif.
Den Schild deckt die Freiherrnkrone, worüber zweigekrönte Helme schweben.
Der erste mit blaugoldener Decke trägt einen von Blau
und Gold quadrirten offenen Flug; der zweite mit blausilber-nen Decke eine wachsende Jungfrau, deren rechte Hälfte inBlau und die linke in Roth gekleidet ist; in der rechten Ilandhält sie die halbe Lilie, in der linken einen Zweig mit dendrei Rosen. Auf dem blond herabwallenden Haare befindetsich ein Rosenkranz.