Freiherren von Briisselle.
5. Freiherren
Nach dem Aussterben der Familie von Knie-städt, 1853, kamen die Rittergüter Heutingsheim,OA. Ludwigsburg, und Klein-Bottwar mit SchlossSchaubeck, OA. Marbach, an die mütterlichen OheimeKarls v. Kniestädt, die Freiherren Josef und FelixFriedrich v. Brüsselle, von welchen der letztere 1856durch Kauf Alleinbesitzer geworden ist. (Stalin, Beschr.des Oberamts Ludwigsburg. 1859. S. 230. Beschr.
von Brüsselle.
des Oberamts Marbach. 1866. S. 235.) Der Vaterder Genannten , einer alten aus Italien stammenden,dann nach den Niederlanden und Frankreich gekom-menen Adelsfamilie angehörend, war 1789 in würt-tembergische Militärdienste getreten und als General1829 von König Wilhelm durch eine Urkunde geehrtworden, welche ihm und seinen Nachkommen dieFührung des Freiherrn-Prädikats bewilligte.
W a ji i» enbesckrei 1) n 11 g.
Wappen quadrirt; 1 und 1 in Schwarz ein mit dreigoldenen Pfennigen belegter, schrägrechter silberner Balken;2 und 3 in Silber ein einwärts gekehrter rother Löwe;Freiherrnkrone und drei gekrönte Helme mit rechts schwarz-silbernen, links rothsilbernen und in der Mitte rothgoldenenHelmdecken.
Der mittlere Helm trägt eine hohe, zweimal schräg-rechts rothgestreifte goldene ungarische Mütze, die golden
aufgestülpt und aus deren Spitze sechs sich neigende Pfauen-federn zu beiden Seiten hervorgehen. Der rechte gekrönteHelm trägt einen einwärts gekehrten geschlossenen schwar-zen Flug, durchzogen von dem im Schilde beschriebenenSchrägbalken mit den goldenen Pfennigen.
Aus dem linken gekrönten Helme wächst der Löwedes Schildes, nach einwärts gewendet, halb hervor.
Als Schildhalter zwei golden bewehrte rothe Löwen.