Grafen von Uxknll-Gyllenband.
14. Grafen von
Ein Zweig des in Liefland und Estland begii-teiten Adelsgeschlechts Uxkull, welches seit dem drei-zehnten Jahrhundert von einem als Lehen erworbenenSchlosse — früherem Bisthumssitze — lkeskulla inLiefland seinen Namen führt.
Konrad Uxkull, dessen Linie 1648, unter Er-neuerung der von Kaiser Karl V. verliehenen Frei-herrnwürde, mit dem Beinamen Gyllenband aufge-nommen wurde, kam im dreissigjährigen Kriege inschwedischen Kriegsdiensten nach Deutschland. SeinSolin Karl Gustav, geb. 1649, f 1714, machte sichin der Pfalz ansässig; dessen einziger NachkommeFriedrich Einich Johann, geb. 1685, f 1768, warmarkgräflich badischer Geheimenraths- und Hofraths-
kull-Gyllenband.
Präsident. Zwei seiner Söhne setzten den Stammfort: Karl Gustav Friedrich, geb. 1716, f 1801, undFriedrich Emich Johann, geb. 1724, f 1810, welchebeide in herzog], württemb. Dienste traten. Von demersteren, welcher 1790 von Kaiser Leopold IT. in denerblichen Reichsgrafenstand erhoben wurde, stammtdie gräfliche Linie ab. Die freiherrliche Linie inDeutschland ist seit 1862 im Mannsstamm erloschen.— In Folge Antheils an dem im Oberamt Gerabronngelegenen Rittergut Hengstfeld zählt die Familiemit zwei ihrer Mitglieder, dem Grafen Karl WilhelmFriedrich und dem Grafen August Karl Konrad Josef,zum ritterschaftlichen Adel des Königreichs.
Wappenbes
Ein in sechs gleiche Theile getheilter Schild mit einemblauen Mittelschild, darin sich eine goldene Bandschleife be-tindet. In dem ersten und sechsten goldenen Felde ist einzum Grimme geschickter rother, goldgekrönter Löwe, mit denvorderen Pranken eine gebogene Hellebarde haltend, zu sehen.In dem zweiten und fünften schwarzen erscheint eine goldeneKrone, wodurch zwei in Form eines Andreaskreuzes gelegteHämmer gezogen sind; das dritte und vierte Feld ist quergetheilt, und die obere rothe Hälfte mit drei silbernen Gar-ben, die untere aber mit einem einfachen ausgespreiztenschwarzen Adler belegt; den ganzen Schild bedeckt einereichsgräfliche Krone, worüber drei nach der herkömmlichen
ekreibung.
Art gestellte freie, offene, blau angelaufene, roth gefütterte,mit umhabenden goldenen Kleinodien, und der mittlere mitGold und Blau, der zur rechten mit Gold und Roth, der zurLinken mit Gold und Schwarz vermischt herabhangendenDecken gezierte adelige, goldgekrönte Turnierhelme ruhen.Ueber dem mittleren ein schwarzer Adlerhals, zwischen vierrothen, mit einer silbernen Garbe belegten Fähnlein, mit gol-denen Stangen, über dem zur Rechten drei Pfauenfedernzwischen zwei mit goldenen Griffen versehenen, mit demRücken auswärts gekehrten Sicheln, und über dem zur Lin-ken der im Schilde beschriebene Löwe.