Grafen von Soden.
13. Grafen von Soden.
Das theils Hannoversche theils Fränkische Ge-schlecht kam unter den ritterschaftlichen Adel desKönigreichs Württemberg dadurch, dass der Freiherrv. Soden zu Sassanfahrt bei Bamberg 1788 das v. Ell-richshausische Rittergut Neidenfels, OA. Crailsheim,kaufte. Julius v. Soden, 1754—1831, Brandenburgi-scher Geheimerath, Preussischer Gesandter beim Fränki-schen Kreise zu Nürnberg, schrieb neben zahlreichen
dramatischen Werken eine neunbändige Nationalöko-nomie, welche den „wohlmeinenden, talentvollen, fein-gebildeten Kavalier" zeigt (Roscher, Geschichte derNationalökonomik. 1874. S. 674 ff.). Im Jahr 1790in den Reichsgrafenstand erhoben, gründete er diegräfliche Linie von Soden, welche in Württembergausser Neidenfels auch Burleswagen, OA. Crailsheim,besitzt.
Wappenbeschreibung.
In einem von Roth über Silber quergetheilten Schildezwei golden besamte Rosen, eine unter der andern und ingewechselten Farben.
Grafenkrone und zwei gekrönte Helme mit rothsilber-nen Decken.
Der rechte trägt einen gekrönten schwarzen Doppel-adler, der linke zwei goldene Lanzen, woran unter ihrenauswärts geneigten Spitzen je ein kleines von Roth und Silberquergetheiltes, auswärts abfliegendes Fähnlein befestigt ist.