Druckschrift 
Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

Grafen von Reischach.

11. Grafen von Reischach.

Von der Burg Reischach im jetzigen preussi-schen Oberamt Sigmaringen nannte sich schon im12. Jahrhundert ein edles Geschlecht (Stalin, Wirtemb.Gesch. 2, 597), welches seit dem 15. Jahrh. unaus-gesetzt in württembergischen Besitzverhältnissen undDiensien erscheint. Hans v. Reischach erwarb zwischen1452 und 1468 Antheile an Rieth, Nussdorf undEberdingen, OA. Vaihingen, als württembergischeLehen. Johann Jakob v. R. erhielt von Herzog Eber-hard III. 1639 wegen treuer Dienste, seiner Leiden

in der Gefangenschaft, und eifriger Bemühungen umWiedereinsetzung in das Herzogthum Weiteres inNussdorf. Die ganze Familie wurde 1724 in denFreiherrnstand, die Riether Linie 1810 wegen derVerdienste des Staatsministers Karl Friedrich Philippv. R. in den Grafenstand erhoben. (Stalin, Beschr.des Oberamts Vaihingen. 1856. S. 120. 206. 218 f.)Letztere Linie spaltete sich wieder in eine katholischeund eine protestantische.

Wappcnbeschreibung.

Im silbernen Schilde Hals und Kopf eines nach rechtsgewendeten schwarzen Ebers mit goldenen Borsten. Der aufdem Schilde ruhende gekrönte Helm trägt das Bild des Schil-des mit schwarzsilberner Decke. Schildhalter zur Hechten

ein goldener Löwe, zur Linken ein silberner Windhund mitgoldenem Halsbande. Auch kann die Grafenkrone über deinSchilde geführt werden.