Grafen von Leutrum-Ertingen.
7. Grafen von Lentrum-Ertingen.
Ein Lutran von Ertiugen, OA. Riedlingen, kommtin einem österreichischen Pfandschaftsrodel 1313 alsBesitzer eines Hofes vor; ein Konz Lutran von Er-ringen verkauft Wiesen daselbst 1356; Paul L. v. E.verkauft 1454 einen Freihof in E. an das Stift Buchau.(Memminger, Beschreibung des Oberamts Riedlingen.1827. S. 165 f.) Dieser Paul war Markgräflich Ba-discher Amtmann in Pforzheim und in dortiger Ge-gend begütert; seine Nachkommen blieben, zum Theilbis heute, in Badischen Diensten. Ernst Friedrich,1616—1703, gründete die ältere, Ernestinische, Frei-herrliche; Karl, 1618—1689, die jüngere, Karolini-
sche, seit 1781 durch den König von Sardinien gräf-liche Linie. In letzterer ragen die Brüder KarlMagnus, 1680-1739, und Karl Sigmund, 1692—1755,sowie des Ersteren Sohn Karl August Emanuel, 1732bis 1795, jene zwei in Oesterreichischen, der letzt-genannte in Sardinischen Diensten als Militärs hervor.Graf Viktor (s. Genealogie) gelangte in Württembergdurch seine Gemahlin in den Mitbesitz der Ritter-güter Balzheim und Mussingen, OA. Laupheim, Bö-fingen und Breitingen, OA. Ulm, Ringingen, OA.Blaubeuren.
W a p p e n b c s c h r e i b u 11 g.
Das beiden Linien gemeinsame Wappen besteht ineinem silbernen Steinbock mit rückwärts gebogenen Hörnernin schwarzem Schild.
Auf demselben ruht bei der älteren Linie die Freiherrn-,
bei der jüngeren die Grafenkrone und über dieser ein ge-krönter Helm, aus welchem das Bild des Schildes hervorgeht. Die Helmdecken sind innen Silber, aussen schwarz,Als Motto wird geführt: „Halt hart an mir."