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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Grafen von Bero]dingen.

3. Grafen von Beroldingen.

Die Familie stammt aus dem Kanton Uri inder Schweiz; einzelne Glieder siedelten allmählig nachdem Thurgau und in's Breisgau über. Die BreisgauerLinie starb im 18. Jahrhundert aus; die Thurgauerverkauften die Güter derselben und erwarben solchein Oesterreich. 1778 heiratete der Freiherr, seit 1801Reichsgraf, Paul Joseph von Beroldingen (17541-831)die einzige Tochter des letzten Fürst-Probst-Ellwang-ischen Lehensträgers von Horn, OA. Gmünd, MariaJosepha v. Schwarzach, deren Mutter die Verwand-lung des Lehens in ein Kunkellehen erlangt hatte.

Ebendemselben überliess 1811 sein Vetter, der letzteFreiherr von Ratzenried, die Herrschaft dieses Namensin den Oberämtern Wangen, Ravensburg und Leut-kirch (Bauer, Beschreibung des Oberamts Gmünd.1870. S. 329 f. Pauly, Beschr. des Oberamts Wangen.1841. S. 244). Paul Josephs zweiter Sohn, FranzIgnaz, 17801868, war nach einer rühmlichen mili-tärischen und diplomatischen Laufbahn von .1824 bis1848 württembergischer Minister der auswärtigen An-gelegenheiten und des Königlichen Hauses (Nekrologim Schwäbischen Merkur 1868 Nr. 41).

W a p p e n b e s e Ii reib n 11 g.

Wappen quadrirt, mit einem blauen Herzschilde, inwelchem ein goldener Doppeladler sich zeigt.

1 und 4 in Gold ein blauer Reichsapfel mit zwei gol-denen Sternen und gespalten durch ein schwarzes Kreuz.

2 und 3 in Gold ein schwarzer Löwe mit blauer flie-gender zweiendiger Binde um den Hals.

Das Schild bedeckt die Grafenkrone, welche mit zwei

gekrönten Helmen besetzt ist, wovon der erste den schwar-zen, nach links gewendeten wachsenden Löwen trägt, derandere den goldenen Adler zeigt.

Helmdecken sind roth und silbern.

Schildhalter zwei schwarze Löwen. Motto: Omnia de

super.

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