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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Grafen von Schäsberg-TSaannheim.

5. Grafen von Schasberg-Thannheim.

Der Abt des Benediktinerklosters Ochsenhausenbesass seit dem 15. Jahrhundert die ansehnliche Ge-meinde Thannheim im jetzigen Oberamt Leitkirchund nannte sich Herr der freien ReichsherrschaftThannheim. Als das Kloster in der Folge sein grossesGebiet in vier Aemter theilte, bildete dieselbe mitzehn andern Orten das Amt Thannheim. Der grössereTheil dieses Amts wurde die jetzige StandesherrschaftThannheim, bestehend aus Thannheim und den Och-senhausenschen Parzellen von Berkheim und Haslach,wurde durch den Reichsdeputations-Hauptschluss 1803dem Grafen von Schäsberg als eine Reichsgraf-

schaft zur Entschädigung für verlorene überrhein-ische Besitzungen im Jülichschen zugeschieden, imJahr 1806 aber durch die rheinische Bundesakteunter Württembergische Landeshoheit gestellt. (Pauly,Beschreibung des Oberamts Leutkirch. 1843. S. 188 f.)

Genannt von der Burg Schäsberg im Limpurg-schen seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, erlangtendie Freiherren Johann Friedrich, Friedrich Sigismundund Johann Sigismund 1706 die Reichsgrafenwürdemit der Herrschaft Kerpen und Sommersuni, derenAbtretung im Lüneviller Frieden 1801 die Grafennach Württemberg führte.

Wappenbeschreibung.

Das Wappen ist quadrirt und zeigt im ersten und vier-ten Felde von Silber drei rotlie Kugeln, oben 2, unten 1,unter einem blauen Turnierkragen, im zweiten und drittenFelde von Gold zwei rothe Hirschhörner.

Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone und über der-

selben steht ein mit einem rotli und weiss gewundenen Türken-bunde versehener Helm, den ein Pfauenschweif schmückt.

Helmdecken sind rechts rotli und silbern, links rothund golden.

Als Schildhalter werden zwei goldene Löwen geführt.