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Der Adel des Königreichen Württemberg : neu bearb. ; Wappenbuch mit genealogischen u. historischen Notizen
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Grafen von Pückler-Limpurg.

3. Grafen von Pückler-Limpurg.

Vollrath Schenk von Limpurg-Speckfeld-Sont-heim (1641-1713) starb als der Letzte des ganzenLimpurgschen Mannsstamms, da ihn nur fünf Töchterüberlebten, welche das neuere Haus Limpurg-Sont-heim gründeten. Die Dritte von diesen, die Stifterinder Linie Limpurg-Sontheim-Obersontheim, AmöneSophie Friederike (1684-1746) hatte von ihrem Ge-mahl Heinrich Friedrich Graf von Löwenstein siebenKinder, von denen ein Sohn kinderlos starb, weshalbdie Herrschaft in Sexten getheilt wurde. Das sechsteKind, Karoline Christiane (17191793), die Erbindes letzten Sechstels, heiratete den Grafen ChristianWilhelm Karl von Pückler. Ihr Sohn FriedrichPhilipp Karl Graf von Pückler 17401811 erwarbdurch Heirat mit einer Cousine, Tochter der viertenvon jenen Erbtöchtern, die Herrschaft Limpurg-Sont-heirn-Gaildorf und vererbte diese auf seinen SohnFriedrich Karl Ludwig Franz (17881867) und dessenNachkommen, welche die unten folgende Genealogienachweist. Die .Standesherrschaft Limpurg-Sontheim-

Gaildorf begreift das sogenannte neue Schloss inGaildorf und Grundeigenthum ebendaselbst, sowie inEutendorf, Frickenhofen, Sulzbach, Unter-Roth undVorder-Steinenberg, sämmtlich im Oberamt Gaildorf.(Stalin, Beschreibung des Oberamts Gaildorf. 1852.S. 73. 99.) Das Haus bildet feit 183233 eine stan-desherrliche Gemeinschaft, deren Stimmführung in derWürttembergischen ersten Kammer zwischen der älterenund jüngeren Linie wechselt. (Württemb. Jahrb. 1879S. 43.)

Aus Oesterreich (Pöchlarn an der Donau) sollenmehrere Glieder der sehr alten Familie sich vor denReligionsverfolgungen nach Schlesien geflüchtet haben.Hier kam 1655 mit Karl Franz und August Sylviusdie freiherrliche, 1690 die reichsgräfliche Würde indas Haus. Ein Sohn des Erstgenannten, Graf ChristianWilhelm Karl, erwarb im fränkischen RitterkantonAltmühl Burg Farrenbach und andere Güter, sowie dieHerrschaft Limpurg Sontheim-Gaildorf auf dem obenbezeichneten Wege.

Wappenbeselireibnng.

Das Wappen bestellt aus sechs Feldern und einemMittelschilde, welches in Gold einen schwarzen goldgekröntenAdler führt. 1 und 4 in Gold ein schwarzer Adlerkopf.

2 und 3 in Gold ein schwarzer Adlerflügel. 5 und 6, jedesnochmals quergetheilt, zeigt die Abstammung von Franken

3 silberne Spitzen in roth, und in blau 5 silberne Streitkol-ben, wovon 3 etwas höher und zwei etwas niedriger stehen.

Auf dem Schilde stehen 4 gekrönte Helme, wovon diebeiden äusseren mit je 3 Straussenfedern schwarz, gold,

schwarz, geschmückt sind, der zweite zeigt den schwarzenAdler des Mittelschildes und der dritte 2 silberne und rothgetheilte Biiffelhörner, aus deren obern Oeffnung je ein rotli-weisses Fähnlein, nach Aussen gekehrt, heraussieht. AlsSchildhalter werden zwei gekrönte, nach Innen sehendeschwarze Adler geführt und befindet sich das ganze Wappenunter einem mit Hermelin gefütterten und mit der Grafen-krone besetzten rothen Wappenmantel, welcher mit Gold ver-brämt ist.