Grafen von Königsegg-Aulendorf.
2. Grafen von Königsegg-Aulendorf.
Die Reichsdienstmannen von Fronhofen undKönigsegg, welchen der noch erhaltene merkwürdigeThurm zu Fronhofen, OA. Ravensburg und die nochstehende Burg Königseck, OA. Saulgau, zum Stamm-sitz dienten, waren ohne Zweifel ursprünglich welf-isclie Ministerialen, welche mit dem weifischen Erbean das Hohenstaufische Haus und an das Reich über-giengen (Stalin, Wirtemb. Gesch. 2, 598 f.).
Im Jahr 1565 erwarb der Freiherr JohannJakob von Königseck, statt der an die Truchsessenvon Waldburg verkauften Herrschaft Marstetten, vonseinem Schwager, dem Grafen Ulrich von Montfort,die Grafschaft Rothenfels nebst der Herrschaft Staufenim Allgäu, wodurch die Herrschaft bedeutend erwei-tert wurde. Im Jahr 1629 wurde „die Reichsherr-schaft Königseck" von Kaiser Ferdinand II. zur Reichs-grafschaft und die freiherrliche Familie in den Reichs-grafenstand erhoben, mit der Befugnis, sich künftigGrafen von Königseck und Rothenfels zu schreiben.Die Brüder Hugo und Jobann Georg theilten 1681das väterliche Erbe, und so entstanden die zwei Li-
nien: Königseck-Rothenfels und Königseck-Aulendorf;letztere von Aulendorf, OA. Waldsee, wohin die Grafenum diese Zeit von der Stammburg ihren beständigenWohnsitz verlegten. Sie theilten die Grafschaft indrei Landschaften und Herrschaften: Aulendorf, Kö-nigseckwald oder Königseck zum Königsecker Berg,und Ebenweiler, wovon jede ihre eigene Landschafts-kasse hatte; sonst wurde auch zwischen der Graf-schaft Königseck, einschliesslich Ebenweiler, und derFreiherrschaft Aulendorf unterschieden (Memminger,Beschreibung des OA. Saulgau. 1829. S. 229. Beschr.des OA. Waldsee. 1834. S. 216 f.).
Die Standesherrschaft Aulendorf begreift: Aulen-dorf, Schindelbach und Thannhausen im OA. Wald-see, Grodt im OA. Biberach, Ebenweiler, Guggen-hausen, Hosskirch, Hiittenreute, Königseggwald, Laub-bach, Musbach und Riedhausen, sämmtlich im Ober-amt Saulgau.
Das Königseckische Geschlecht stand immer ingrossem Ansehen und mehrere ausgezeichnete Männerin Staats- und Kirchendiensten gehören ihm an.
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W a p p e n b e s e Ii r e i b u Ii g.
Das Wappen ist ein goldener mit zehn rothen Rauten belegter Schild.Den gekrönten Helm schmücken sieben rothe Straussenfedern.Helmdecken roth und gold.