,-^4 Des dritten Buches Lap. 111.
A. 4.
Von denen Samogiten.
r.
<?ams«tten sind Völcker des festen Landes in Rußland / welche ihre^/'Wohnungen gerne verändern/ und zum öfftern in das Land
und IN dl.'VÄ jikhm. Em Theil derselben sind denen Russnzinß-bar, und sind so gar die Knaben/ welche den Bogen führen verpflichtet/ alleJahre /.-der zween Zobel-') ä ge zu geben.
». ^ie Holländer wurdm von denen Russen oder Moscovitern 4n.berichtet / daß das Land Waigatz eine von Neu Zembla abgesonderteswäre/ und daßdieselbige im Sommer von denen Samogiten bewohnet wm/^5.104. ^ichk sich aber zur Wmterö-Zcit/ wieder in das feste Land nach Rußlan»begeben / weil sie daselbst viel Brenn-Holtz hätten / sich im Winter zu wärmen.
Sie sind viel kmtzerals die Lappländer/ haben auch emcnvielVM,Kspff/ ein plattes Angesichre/ eine breite eingebogene Nase / und fasigarkelliHaar und schwmtzbraune Farbe- Ihre Gestalt wird durch die ro^bt^mvor»gestcklet.
4. S>e sind von TH er-Häuten b< kleidet/und kehren / wenn es sehr kalt ist/die Haare inwendig / im onuncr aber pflegen sie selbige auswendig zu machen.Sie haben eineArt von Mönchs Kapp n/ welche aufdenKoxffe cefultert sindDie vornchmiten Herren aber unt-r iknm haben Mutzen von Castar oder Tuch/und hefftm einen Stern welcher von Tucd von aliertc» F erben gemachet ifi/al>die Spitze- Wenn sie jemand hrüsscn/ so ziehen sie c»e Mützen ab/ undneiMsichtieff biß auf d>e Eide-
s. Dr<- gernöhnlictie R!eldunst der LUIänner ist eine runde krause MuKewie ein Lamms-Fcll/ Hosen und ein Rock von ein/r weissn Baren»Haut/weichtihnen nicht weiter als biß auf die Knie gehet- Unterhalb des Bauches sind sieMit einem Gürrel vier Finger breit bekleidet.
6. Ihre Strümpffe und Schuhe sind von eben dieser Haut/und die Haa-re auswendig gekehret. Unter den n Sohlen haben sie eine Gattung Paulos«fel Ho tz von Baum-Rinden / welche zween Schuch lang/ und wie eine länq«lichte Tnnck Schaale in Gestalt eines S ch:stleins gemach l sind auf welchen sieüberaus hurtig über den Schnee / welcher in denen Bergen sehr häuflig Ml/gehen.
7. Die Samogitische Weiber sind vi 'l beßlicher und ungestalter als dieMänner / sehr geschwinde / und wenden aussen Fleiß an / ihre Kinder auf terJagd abzurichten. S'e sind wie die Männer gekleidet, tragen aber gar ke>»cHaut übtr denen Schultern. Sie gehen wie die Männer auf die Jagd / ^