Von Beschreibung der tVafser ^07
dem aber die Holländer eben so grosse Kauffarthey«Schlffe ausgerüstet/ und mandenenftlbigen den Nahmen eines Schiffes gegeben/ so ist das Wort Galionin Abgang kommen. Doch haben die Italiener und Spanier dieses Wort nochbehalten / wie denn diese alle Schiffe / welche aus Spanien nach Peru gehen/ohne Ansehen ihrer Grösse oderErbauung / eine Galion nennen.
6. Eine Fregatte wird aus der 90. k^ur mit dem Buchstab e. bemercket.Sieist eineGattung eines Krieges Schiffes/ hat insgemein nur zwo Brücken/ ^und ist von leichtem Holtze erbauet/ damit es desto seegelfertiger sey. Dessenzweyte Brücke / oder Schiffs Bord obenher platter/als andere Schiffe / damitman aus demseltssgen desto vortheilhafftiger fechten könne.
7. Eineczrzcjue, die mit dem Buchstab L. bemercket siehet/ isi ein grossesSchiff / dessen sich die Portugiesen zu weiten Resen bedienet haben Selbigeshatte drey Brücken / und war halb zu einem Krieges Schiffe / und halb zu einemKauffarthey-Schiffe ausgerüstet. Es giebt zwar heute zu Tage fast eben der«gieicheniSchiffe/ es wiro aber denmselbigen gar selten der Nahme einergegeben.
8- EmeFluyte oderpmque ist mit dem Buchstab v. gezeichnet. Es ist einSchiff / das einen starckm Bord hat/ ist bcquemKauff-Waaren undlicn eurer Schiff-zuzuführen. Selbige sind mit etlichen metallenen undeisern/n Stücken/ Stein. Mörsern / so man hinter den platten Boord pfiantzet/versehen.
o. Ein Brenner ist mit Kunst-Fuern und Hartz versehenes Schiff/ dieSchiffe welche man in den Brand stecken will / damit anzuklammern. JederBrenner hat eine cstalouppe bey sich/ darein sich diejenigen/ so das Feuer ein«werffen/ rerirsten. Diese Art Schiffe wird auf der 50.mit ^ bemercket.
§. 18.
Won den Nahmen der vornehmsten Stückeeines Schiffes»
1.
sT^Er Buchstab /t der 91- bemercket das gantze Schiff/ das ist/ söeStücke von Zimmermanns Arbeit/ worinnen das Schiff bestehet/ undwird in Stockwercke/ so man Brücken oder Bosrd nennet/ abgetheiletDr? Zwischen-Raum zwischen zweyen Brücken dienet einen Theil Kauff-Waaren/ und die See-Leute darauf zu legen. Der andere Theil derKauff«Waaren/ wird auf den untersten Theil des Schiffes / so gantz unter dem Was-M gehet/ geleget. Auf diesen Boden wird auch der Ballast / das isteinHauff gSteine / Sand ovtr sonst andere schwer; Materien geleget/ daSSchiff m einem
Gleich-