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1 (1719) Worinnen von der durch Kunst zugerichteten Sphaera, künstlichen und natäürlichen Himmels- und Erd-Kugel, sternen, Planeten, Luft-Zeichen u.d.m.
Entstehung
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- 8 /.ib.!. (üsp.l. Vvn denen Vsrttehmfken StZckett

2^ Den lateinischen Nahmenteutsch M-ttel-Ra'eiß/ hazer aus zweyen Ursachen bekommen- Erstlich wird er darum also genmnet/weil er den Thier-Kreiß an zweyen Orten gegeneinander mitten durchschneidet/und w n die Sonne zu gewisser Jahres Zeit durch dieftlbige laustet/ die Tageund Nichte gleich machet / ausgenommen in denen Oertem unter beyden poliz.Unter dieser Lienie pflegen die Einwohner allezeitTage und Nächte von gleiches.Länge zu haben. Sonst sind denen die nicht unter der Linie wohnen Tag undNacht im Jahre zweymahl gleich/ als einmahl im Frühling den 21.wenn die Sonne in das Zeichen des Widders tritt/ und im Herbste den 21»ZcprcmlznZj wenn die Sonne in das Zeichen der Waage tritt. Hernach wirddieser Circu! auch deswegen also benähmet/ weil er zu einer gleichförmigen Re-gul und Richtschnur dienet/ die Bewegung des pckmi Ktohchz, und so dennauch die tägliche Bewegung eines jeden himmlischen Cörpers abzumessen.

z. Die eigentliche und natürliche Bewegung der Sonne/ welche unterdem primo vom Occiäem nach Orient geschiehet/ führet diesen Planetenzu der ersten Spitze des Widders / ohngefthr den 21. i^zrrü, und macht alldaim Frühling die Tage und Nächte gleich. Sechs Monath hernach kommet siedurch eben diese Bewegung in die erste Spitze der Waage/ da sie gegen den. 21. biß 22.5e^cemlzri5 im Herbste/ abgedachter Massen/ die Tage und Nächtewieder gleich machet. Die Sonne lauffet alle Stunden 1 s. Grad an diesem^ " Zirckel/ welches denn mit denen 37s- Meilen auf der Erd-Kugel überein kom«-/ ^ met / weil 25. Frantzösische Meilen für einen Grad gerechnet werden / welches. ä' sich denn an ihrem Himmel/ auf viermahl hundert/ sechs und dreißig tausend/"^'4' acht hundert/fünffund siebenzigMeilen belauffct.

4. Diese Linie unterscheidet das mitternächtige ttemisth-rrium, oder dirNordlicheHalb Kugel/ von dem mittäglichen pwmiijch.-etto. Den alles was unterdem hiß zu dem Polo ^rÄico oder Nord-Pol begriffen ist/ das wird dermitternächtige Theil der Welt genmnet/ und alles dasjenige / was von diesem.^vamre biß zudemSüder-Poi gehet/ das gehöret zu dem mittäglichen Theiltder Welt. Daher kommt es / daß die (ZeoZr^bi oder Erd-Beschreiber/ nachdem Exempel derSternfther/ dieftlbige aufihren Land.Lharten durch eine Linie/welche diesen Unterscheid der mitternächtigen und mittägigen Länder machet/darstellen.

5. Dieser ^gvinoÄial-Linte bedienen sich die Erd'Beschteiber zu einem Ziel/von welchem sie die Breite der Erden / und l^nruäinez pocomm. das iss/ dieWeite zwischen dem Mittags-Zirckel/ und einigen Ort des Erdbodms/ wases auch für einer seyn mag / beydes gegen Mittemachtals gegen Mittag ' zuzie«len anfangen. Dieses pflegen sie auf denen oiobi^ mit Ovärsinchm durch denMittaqS-Circul/ und auf denen allgemeinen Land Charten mit krummen Linienvorzustellen / weil sie auf einem gleichen und cbenenoivbo nicht p^allcl gemachecwerden können. 6. Die