GRAFEN WRSCIIOWETZ (WERSSOWITZ) SEKEHKA V. SEDCZICZ.
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ist mit einem schwarz-goldenen Wulste bedeckt, die Streitäxte auf dem linken Ilolmschweben zwischen den Flügeln, die Helmdecken sind rechts und links blau undgolden etc. — Lackabdrücke von älteren Petschaften zeigen die Fischreuse mit derSpitze nach oben gelegt. — Das Gcneal. Taschenbuch der gräfl. Häuser (1818.S. 759) beschreibt das Wappen, wie folgt: senkrecht getheilt; rechts in Blau zweiStreitäxte mit ihren goldenen Stielen, schräge ins Kreuz gelegt (Sekerka); linksauch in Blau eine goldene, mit der Spitze nach oben schräglinks gestellte Fisch-reuse (Wrssc). — Die Supplemente zu Siebmachers Wappenbuche (VIll. 4) zeigengar in der rechten Schildeshälfte einen schrägrechts gelegten, goldenen Fausthand-schuh und geben auch die Streitäxte golden an. — Die Fischreuse soll von derFamilie schon geführt worden sein, als dieselbe mit den crabatischen FürstenCzech und Lech nach Böhmen kam, die Streitäxte kamen durch eine Vermehrungvom Herzog Friedrich von Böhmen I IS4 hinzu, nachdem Graf Batibor v. Wrscho-wetz theils mit den Truppen des Herzogs Friedrich, Iheits mit selbst geworbenenden Herzog von Mähren, Conrad, den Vetter des Herzogs Friedrich, in einerSchlacht überwunden und durch diesen Sieg Mähren an Böhmen gebracht, auchdaher den Zunamen Sekerka, d. i. streitbar, erhalten hatte. Andere nehmen stattder Streitäxte Hellebarden an und sagen, dass Graf Balibor sich in diesem Kriegeder Hellebarden bedient habe, und dass Sekerka oder Skyrlta so viel wie Helle-barde bedeute. Die Fischreuse deutet auf den Stammsitz Wrsch, d. i. eine lteuse.
Eins der ältesten und angesehensten böhmischen Geschlechter, dessenUrsprung im Dunkel der Vorzeit liegt. Der Sage nach soll, wie böhmischeGeschichtsschreiber anführen, die Familie gegen Milte des 7. Jahrhundertsmit dem bekannten Czech, welchen Andere theils in das 6., theils in das4. Jahrhundert setzen, einem ihrer nahen ISluJsfreunde, nach Böhmen ge-kommen sein, um 730 den Stammsitz, das Schloss Wrsch, erbaut und vondemselben den Namen Wrschöwelz angenommen haben. Die Königin Li-bussa soll vorhergesagt haben, dass ihre Nachkommen grosse Nolh mitdieser Familie haben würden, was auch eingetroffen sei. Zu grosser Machtgelangt, habe das Geschlecht in Folge seiner Abkunft nach der Herrschaftiiher Böhmen gestrebt und, übergangen nach Erlöschen des CzeclischenMannsstammes, habe es die Nachkommen des Primislaus zu vertilgen, oderBöhmen an Polen zu bringen versucht. Doch sei dieser Zweck nicht er-reicht worden und die Familie habe sich nach Polen begehen müssen, wodieselbe unter dem Namen Wrschöwelz und Tapor sich weit ausgehreitethabe und zu grossem Ansehen und reichem Grundbesitz gelangt sei. Durchden erwähnten Batibor sei endlich 1184 (nach Anderen 1109) mit demHerzog Friedrich von Böhmen ein Freundschaftsvertrag geschlossen worden,nach welchem der früheren Feindseligkeiten zwischen beiden Häusern nichtmehr gedacht werden sollte.
Was den Grafenstand der Familie anlangt, so wird zuerst angegeben,dass die Grafen v. Wrschöwelz von dem römischen König Ferdinand 1.1543 durch einen Majestälshrief als wirkliche Reichsgrafen v. WrschowetzSekerka und Sedczicz (einem Schlosse und Gute, nach welchem die ganzeFamilie sich schreibt) anerkannt und bestätigt wurden. Eine neue, dasganze Geschlecht betreffende Bestätigung des Grafenstandes erfolgte vomKaiser Leopold 1. 31. März 1666, nachdem Jaroslaus, k. k. Oberst-Wacht-meisler, die Genealogie seines Hauses im Druck dem Kaiser übergehen hatte,und Graf Wilhelm Gottfried , Herr auf Wabentz, erhielt vom König Fried-rich Wilhelm 1. von Preussen 19. Oct. 1717 ein Anerkennungspatent desGrafenstandes. Auf Grund dieses letzteren Patents gestattete König Friedrich