GRAFEN V. WOYNA.
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neu Petschaften der gräflichen Familie dieses Wappen und dieselben stimmen mitalten Handzeichnungen, so wie mit Okolski (I. 224), welcher den Schild des HausesTromby I., zu welchem dersclhe die Familie Woyna zählt, ganz so, wie beschrie-ben, anführt, lieber dem Schilde steht bei Okolski eine Krone, aus welcher diefünf Straussenfedern aufsteigen. - Das Geneal Taschcnb. d. gräfl. Häuser (1848.S. 754 u. 755) giebt das Wappen der Grafen v. Woyna, wie folgt, an: in Blauzwei schwarze Jagdhörner, mit goldenen Beschlägen, Bügeln und Mundstücken,neben einander aufgestellt, und zwischen denselben ein blankes Schwert, mit derSpitze senkrecht nach nuten gekehrt (Tromby II.). Devise: Forlis fortunam supe-rat. Dagegen ist zu erinnern, dass nach Okolski (II. 231) das Haus Tromby II.auf dem oberen, linksstehenden der drei oben beschriebenen Horner zwei ausge-breitete Adlersfliigel zeigt. Der gekrönte Helm trägt einen Harnisch mit Helm(Okolski sagt: vir armatus, doch fehlen die Arme), welcher mit drei Straussen-federn besteckt ist. Das eben beschriebene Wappen heisst hei Okolski (III. 1'. 234)Tomby IV., und allerdings kommen in Sammlungen Lackahdriicke unter dem Namen :Woyna vor, welche ganz diesen Schild ergehen. Letzteren deckt eine siebenper-lige Krone, und wahrscheinlich führten dieses Wappen die in Preussen noch inletzter Zeit vorgekommenen Freiherren v. Woyna (s. unten). Sehr interessant istin Bezug auf dieses Wappen der Abdruck von einem älteren Petschafte. Der Schildist purpurroth, die Wappcnbilder sind die beiden Hörner mit dem dazwischen ge-stellten Schwerte. Aus der den Schild bedeckenden allen königlichen Krone wächstzwischen einem offenen Adlersfluge ein geharnischter Bitler mit geschlossenemVisir auf. Derselbe hält in der Hechten ein Schwert und in der Linken einenSchild, und auf dem Helme stehen drei grosse Straussenfedern.
Altes, angesehenes polnisches Adelsgeschlecht, welches schon zu Endedes 15. und int Anfange des IG. Jahrhunderts in grossem Ansehen standund zu dem bekannten Hause Tromby I. gehört. Benedict Woyna wurde1600 zum Bischof von Wilna geweiht, und Ahraham Woyna kommt späterebenfalls als Bischof von Wilna, Gabriel als Hofcanzler und Peter als Truch-sess und Hauptmann von Wolkow vor. Letzterer unterzeichnete mit GregorWoyna für Nowogrod die Wahlacte des Königs Wladislaus IV. (1632), unddieselbe Urkunde unterschrieben Wladislaus und Michael Woyna, Fahnen-träger von Samogitien, für Samogilien, Michael für Wilna und Christophund Constanlin für Witehsk. — In neuerer Zeit haben mehrere Glieder derFamilie v. Woyna in k. preussischen Militairdiensten gestanden, und das N.Preuss. Adelslexicon giebt (V. S. 486) an, dass Zweige der in Preussenlebenden Familie v. Woyna sich theils v. Woyna-Dewitz, theils v. Woyna-Osmialowski geschrieben hätten. Das genannte Werk führt die Familie mitder Ueherschrift: Woyna, die Grafen und Freiherren von, auf. Letzlerescheinen nach Allem nicht das Wappen des Hauses Tromby I., sonderndasjenige (s. oben) zu führen, welches das Gen. Taschenb. d. gräfl. Häuserden Grafen v. Woyna beigelegt hat (Tomby IV.).
Der galizische Grafenstand ist nach Megerle v. Mühlfeld ( Ergänzgsbd.S. 37) vom Kaiser Franz II. im Jahre 1800 in die Familie gekommen. Imerwähnten Jahre wurde nämlich Franz v . Woyna, k. k. Kämmerer undGeh. Rath, als Vice-Canzler der galizischen Hofcanzlei, in den genanntenGrafenstand erhoben, doch wird derselbe schon einige Jahre früher alsGraf aufgeführt, muss also schon früher den Reichs- oder erbländischenGrafenstand erlangt haben. Von demselben stammen aus der Ehe mit MariaTherese Gräfin v. Czablick, geb. 1768, gest. 1835, die beiden jetzigenGlieder der gräflichen Familie. Dieselben sind: