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GRAFEN V. WILCZEK.
Grafen v. Wilczek.
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Besitz der ersten Linie: dicFideicommiss-Herrschaften Königsberg, Poruba, Gross-Poblotn,Polnisch-Ostrau und Hrndscbau in östorr. Scliiesien; die Allodialgiiter Kreutzen-slein, Praunsberg, Seebarn, Trebsdorf etc. in Niederösterreich. Besitz der zweitenLinie: die Herrschaft Walkersdorf in Oesterreich etc.
Wappen: quadrirter Schild mit Miltelscbild. Im rollten Mittelschilde einrcchtsaufspringender, silberner Gemsbock. Derselbe bat eine schwärze, auf beidenSeilen mit Gold eingcfassle Binde um den Leib, welche mit drei rautenförmigen, inGold eingefasslen Tiirkissen besetzt ist, von denen man den mittleren ganz, die zubeiden Seilen aber nur halb siebt. Auf dem Rücken steht an der Binde nachoben ein goldener Ring (Sfatrimwappeh: Haus Koziel). 1 und 4 in Gold einschwarzer, zweiköpfiger, gekrönter Adler; 2 und 3 in Blau eine goldene, offeneKrone, aus welcher zwei schwarze Gcmsenhörner hervorgehen. Den Schild decktdie GraTenkronc, auf welcher sich drei gekrönte Helme erbeben. Der rechte trägtden Adler des 1. und 4. Feldes, der mittlere den aufwachsenden Gemsbock desMitlelscbildes, und der linke die Krone mit den Hörnern des 2. und 3. Feldes.Die Helmdeckcn sind rechts schwarz und golden, links rollt und silbern. - DasGen. Taschenb. d. gräfl. Häuser (1S4S. S. 746) stellt in das 1. und 4. rollte Feldeinen silbernen, zweiköpfigen, gekrönten Adler, und lässt aus der Krone des 2. und3. Feldes zwei Palmenzweige aufsteigen.
Die Grafen v. Wilczek stammen ans einem sehr alten, zum HauseKoziel gehörenden polnischen Adclsgeschlechte, welches aus Polen nachSchlesien und dann in die k. k. Erhlande gekommen ist. Nach Okolski standdas Geschlecht schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Polen inAnsehen. Nicolaus v. Wilczek war um 1369 Wojwode von Sendomir, undWarzeslaus bald nachher Landrichter der Wojwodschaft Sendomir. ZuEnde des 15. Jahrhunderts kam die Familie nach Schlesien und erwarb diedamalige Standesherrschaft Losslau. Balthasar v. Wilczek, Herr auf Losslauund von mehreren Gütern hei Troppau, erhielt vom Kaiser Maximilian I.1. April 1500 den Freiherren- und Pannerstand mit dem Prädieale: v. Hult-