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3 (1854) A - Z
Entstehung
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GRAFEN V. WANGENHEIM-WINTERSTEIN.

Grafen v. Wangenheim-Wintersteiii.

(Weiblicher Stamm.)futtterifd). fJmtficn, .^amtoner., Sad)fcit'©otl)a.

Besitz: Wangenheim, Tüngeda, Hayna, Hochheini, Sonnehorn, Fischbach, Behringen,Hiitscherode, Hesswinkel und Reichenbach im Herzogthum Gotha; Wake undHarste im Fürstentbum Göttingen, Eidenburg in der Priegnilz.

Wappen: Schild der Länge nach getlieilt. Rechts in Silber ein an dierechte Seitenwand gerade hinanlaufendes, rotlics Windspiel mit goldenem Malsband;links in Gold drei schwarze Zwillingsstreifen, oder sechs schmale Querstreifen,welche paarweise näher, als gewöhnlich, an einander gerückt sind. Auf der, denSchild bedeckenden Grafenltrone erhebt sieb ein Helm, welcher zwischen einemoffenen Adlersduge, dessen rechter Flügel roth, der linke silbern ist, einen runden,rothen, mit Hermelin aufgeschlagenen Fürstenhut trägt. Die Helmdecken sind rechtssilbern und roth, links golden und schwarz, und den Schild halten zwei auswärts-sehende, rollte Windspiele. Die Devise ist: Vest und Treu. Diese Beschreibungstimmt mit denjenigen Angaben über das Stammwappen, welche besonderer Beach-tung werlh scheinen: in kleinen Umständen giebt es bei diesem Wappen, wiev. Meding (I. S. 618) wohl sehr richtig sagt, viele Verschiedenheilen. Das Wappenbuch des Königreichs Hannover (A. 19) lehnt den offenen Adlersflug an die Seilendes Fürstenhutes, dessen Ueberschlag nach links etwas herabhängt. Die Angahedes Geneal. Taschenbuchs der gräfl. Häuser (1818. S. 73t), dass zwischen diebeiden Felder des Schildes unten eine schwarze Spilze mit einem silbernen Johan-niterkreuze eingepfropft sei, ist dadurch zu erklären, dass der Träger des WappensJohanniterritter war und das Kreuz in das Wappen aulnahm.

Eins der iiitesten und angesehensten thüringischen Geschlechter, wel-ches sich in Sachsen, Hannover, Preussen etc. weit ausgebreitet hat undreich an ausgezeichneten Gliedern und an Grundbesitz ist. Einige ältereSchriftsteller lassen die Familie schon um 450 aus Ungarn nach Thüringengekommen sein; Andere nehmen nach der Gotha diplomatica an, dass derAhnherr des Geschlechts, Udo, 936 mit den Hunnen in die thüringischenLande gekommen, das Stammhams der Familie Wangenheim bei Gotha er-