GRAFEN V. UNRUH.
Grafen v. Unruh.
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ßfformirt.
mifjen.
Wappen: in Folge der Erhebung in den preuss. Grafensland vom Jahre1802: im blauen Schilde ein rechtsgekehrler, aufsteigender, gekrönter, goldenerEöwa, Auf dem Schilde steht ein mit der Grafenkrone gekrönter Helm, und ausder Krone erheben sich drei silberne Slraussenfedern. Die Helmdecken sind blauund golden, und den Schild halten zwei mit Laub umgürtete Männer, welche mitder freien Hand eine Keule auf den Boden stemmen. So giebt das Wappenhuchder preuss. Monarchie (II. 7) das Wappen. — Dos Stammwappen zeigt gewöhnlichin Gold einen rothen Löwen, und auf dem Helme stehen drei Slraussenfedern,roth, golden, rotli. So giebt auch Siebmacher (I. 55) den Schild, der von dem-selben beschriebene Helmschmuck aber: ein silberner mit drei Federn, silbern, roth,golden, besteckter Mühlstein, welchen zwei rothe Pranken halten-, kommt nichtmehr vor. Diesen Helmschmuck legte Sinapius der schlesischen Linie, dagegen diedrei Slraussenfedern den sächsischen und polnischen Linien bei.
Wappen nach dem Diplome vom II. Sept. 1745 über den im sächs.Vicariate erlheilten Reichsgrafenstand : quadrirter Schild mit Mittelschild. In: gol-denen Mittelschilde ein rechtsgekehrter, rother Löwe (Stammwappen). 1 und 4 inRoth ein an die Theilungslinie angeschlossener, halber, gekrönter, silberner Adler(der poln. Adler); 2 und 3 von Roth und Schwarz der Länge nach getheilt, ohneBild, üeber der Grafenkrone erheben sich drei gekrönte Helme. Der rechte trägteinwärtssehend den polnischen gekrönten, silbernen Adler, der mittlere drei Straus-senfedern, roth, golden, roth, (Helm des Stammwappens), und der linke einen mitfünf schwarzen Assen bezeichneten silbernen Cubus zwischen zwei Büflelshörnern,von welchen das rechte schwarz, das linke roth ist. Die Helmdecken sind rechtsroth und silbern, links roth und schwarz, und den Schild halten zwei auswärts-sehende Löwen mit aufgewundenem Schweife.
Sehr alle und angesehene, weil verzweigte Atlelsfatnilie, welche, nachUeberlieferung, ursprünglich aus dem Elsass stammen soll, aus diesem abersich iiher Bayern und Böhmen nach den Lausilzcn, Schlesien und Polenausgebreitet hat. In Böhmen kommt die Familie schon zu Ende des I 2. Jahr-hunderls vor; nach der Lausitz kam zuerst um 1304 Johann v. Unruh,welcher Canzler in Böhmen gewesen war, und Sigmund Johann war 1339Lanzler der Herrschall Sorau, und in Schlesien findet sich zuerst, ebenfalls