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3 (1854) A - Z
Entstehung
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GRAFEN V. SCHÖNAICH-CAROJjATH.

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Eins der ältesten und berühmtesten schlesischen Häuser, dessen Nameund Wäppen, der Sage nach, welche auch in das Diplom für die llaupt-linie der Familie hei Erhebung in den schlesischen Fürstenstand überge-gangen ist, wie folgt, entstand. In der Hermannsschlacht sank ein Ritler,bedeckt mit Wunden, unter einer Eiche nieder. Der Anführer der Deut-schen belohnte die Tapferkeit desselben nach damaliger Sitte: er setztedem Ritter einen Eichenkranz mit den Worten auf: so sollst Du von nunan Schönaich heissen. Das Rlnt floss aus den Kopfwunden über den Eichen-kranz, und daher kommen die vier rolhen Bänder, welche den Eichenkranzzieren, der im Millelschilde des Wappens von der Familie geführt wird.Wahrscheinlich kam das Geschlecht im 12. Jahrhundert nach Schlesien:1241 kämpften Schönaiche in der bekannten Schlacht gegen die Mongolenbei Liegnitz und schon vorher, um 1200, war Balthasar v. SchönaichCanzler des Herzogs Boleslaus von Schlesien. Später zeichneten sichSprossen des Geschlechts im Kriegs- und Staatsdienste der Landesfürsten,sowie auswärtiger Mächte, namentlich des habsburgischen Hauses aus. Im15. Jahrhundert war die Familie besonders in der Lausitz begütert undbreitete sich von da in drei Linien in Schlesien und in zwei Linien inI'reussen aus. Fabian v . Schönaich aus dem Hause Sprollau, gest. 1591.als Feldherr und Rath um König Sigismund IL August in Polen, KaiserCarl V., Ferdinand I. und Kurfürst Moritz von Sachsen sehr verdient, er-warb, neben den Städten Muskau, Sprotlau, Parchwitz und Freistadl,die Herrschaften Carolalh und Reuthen und wurde, wie Einige angeben,in den Freiherrensland erhoben. Als derselbe ohne Nachkommen gestor-ben war, belieh Kaiser Rudolph II. den Enkel seines Oheims, Georgv. Schönaich aus dem Hause Tschecheln, ltön. Kammerrath und Vice-Canzler von Schlesien und der Lausitz mit Carolalh-Reuthen, welchessodann allodilirt und sodann 1G01 zur freien Standesherrschaft erhoben,auch 1610 zum Majorat der Familie bestimmt wurde. Das vom KönigMatthias 28. Juni 1616 in die Familie gekommene Freiherrendiplom wirdvon Einigen als Restätigung des Freiherrenstandes, von Anderen als daseigentliche Freiherrendiplom angenommen. Auf Georg folgte des BrudersSohn, Johann Freiherr v. Schönaich, welchem die Güter, wegen einer fürdie schlesischen Stände übernommenen Abdicationssendung an Friedrich V.v. d. Pfalz, vom kaiserlichen Hofe eingezogen wurden, doch erhielt diesel-ben auf brandenburgische Verwendung der Bruder desselben, Sebastian I.,1650 wieder zurück. Der Enkel desselben und zweiter Nachfolger imMajorat, Hans Georg Sohn des Freiherrn Hans wurde 1698 unterKaiser Leopold I. freier Standesherr von Schlesien und erhielt 5. Febr.1700 die Reichsgrafenwürde, Hans Carl aber Sohn des Grafen HansGeorg k. k. Geh. Rath und Ober-Fürsten-Rechts- und Ober-Amts-Re-gierungspräsident, erhielt vom König Friedrich IL von Preussen, nach Re-sitznalime von Schlesien, 7. Nov. 1741 den Fürstenstand mit dem Prädi-cate von Carolalh-Beuthen, wobei die genannte Standesherrschaft als Für-stenthum erklärt wurde. Die fürstliche Würde wurde als auf den erstge-borenen Nachfolger im Majorale erblich verlieben. Auf den Fürst Hans Carlfolgte 1761 der ältere Sohn Fürst Johann Carl, k. preuss. General-Lieute-