(«Talon v. Schladen. (Weiblicher Stamm.)
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GRAFEN V. SCHLADEN.
Wappen : im rollien Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, von einandergekehrte, goldene Bischofsstäbe mit anhangenden, von Schwarz und Gold gemeng-ten Quasten. Ueber dein Schilde erhebt sich ein, mit einer Grafenkrone gekrönterHehn, auf welchem ein grüner Kranz, mit vier (1, 2, 1) dazwischen gebundenenrothen Rosen steht. Die Helmdecken sind rotli und golden, und den Schild haltenzwei auswärtssehende goldene Löwen. — Nach dem Wappenb. d. preuss. Monarchie(1. 88) steht der grüne Kranz, dessen Hosen nicht roth, sondern silbern sind, nichtunmittelbar auf der gräflichen Krone des Helmes, sondern auf dem einige Liniensichtbaren Ende eines goldenen Stabes.
Alle, ursprünglich dem Ilerzogthum Magdeburg angehörende Adels-familie, welche später den Freiherren Li Lei •geführt und auch den Grafen-stand erlangt hat. Die von Einigen angenommene Abstammung des Ge-schlechts von den alten, an der Ocker im Stifte Hildesheim begüterten,1345 aber schon milMeino erloschenen Grafen dieses Namens dürfte sicherwohl nicht nachzuweisen sein. Urkundlich kommt die Adelsfamilie zuerst1435 vor: Kersten v. Slalhen war unter den Zeugen, als Landgraf Fried-rich der Jüngere das Scliloss Fuhr, nebst dem Schultheissen-Aml, Geleiteund Schlageschalz zu Nordhausen für 210 Mark lölhigen Silbers an Loren-zen v. Büxleuhen und Kerslofleln v. Rade s. d. Gotha 4 Waipurg. Vigilia1435 verpfändete. Dahl nachher wurde der eigentliche Silz der Familie bisin die jüngste Zeit die, 5 Meilen von Magdeburg und 6 Meilen von Halleam Bodeüusse gelegene alle Stadl Slassfurt, in welcher das Geschlecht mit12 anderen Adelsfamilien die adelige Pfännersehaft zu Slassfurt bildete.Von den 32 in dieser Stadt befindlichen Salzkothen gehörten 10 aus-schliesslich und 4 in Gemeinschaft mit anderen Geschlechtern der Familiev. Schladen, und viele Glieder derselben sind von 1553 bis 1762 mit derWürde eines Salz-Grafen, Stadlvoigls und Bürgermeisters zu Slassfurt be-kleidet gewesen. Nach Allem hat sich die Familie schon zu Ende des15. Jahrhunderls in der genannten Stadt niedergelassen, da schon um diese