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GRAFEN SCHELLART V. (ABBENDORF.
Grafen Scliellart v. Obbendorf.
ßatljolifdi. Greußen (ITtetocrrljeiu unö Sd)U|tcn).
Wappen: im silbernen Schilde ein rechtsgekeluTer schwarzer, gekrönterLowe. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, auf welcher sich ein gekrönter Helmerhebt. Derselbe trägt zwischen einem offenen, schwarzen Adlersfluge den wach-senden Löwen des Schildes. Die Helmdecken sind silbern und schwarz. — Löweund Helm waren im Stammwappen ungekrönt und wurden erst bei Erhebung inden Grafenstand gekrönt.
Sehr alte und angesehene, bis zur französischen Revolution sehr reicherheinländische Familie, welche, wie das mit derselben verwandte und eingleiches Wappen führende Geschlecht v. Leerodt oder Leerode, aus Spanienstammt. Die Familie blühte früher in den Linien zu Gürzenich, zu Schinnenund zu Geisteren, welche sämmllich vom Kaiser Leopold 1. im Jahre 1674den Reichsgrafenstand mit dem Indigenat für die kaiserlichen Erblande er-hielten , jetzt aber bis auf die Linie zu Gürzenich wieder erloschen sind.Nach Fahne (I. S. 382), welcher die Familie Schellard, Schellart (vonscheeler Art) als cölnisches Geschlecht aufführt, vermählte sich 1246,Donnerstag nach Ostern, Odilia, Tochter von Johann Schellart v. Obben-dorf, Ritler, Herrn zu Oheren und Niederen und der Oda v. Randerath, mitdem Ritter Walrah v. Wittenhorst. Geranl (Gerhard v. Schellart) war 1353Rürgermeislcr zu Aachen, und unter der Verwaltung desselben wurde dasdortige Rathhaus mit dem Springbrunnen vor demselben, sowie der grossegothische Chor in der Aachener Domkirche gebaut. Von dem letzteren Baueerhielt Gerard den Beinamen: Chorus. Heinrich Scheelart und dessen Frau,Meltilde, kommen 1350 in Cölner Urkunden vor. — Die genealogischenVerhältnisse der Familie hat Rohens (der Ritterbürtige Landsländische Adeldes Grossherzogthums Niederrhein, IL S. 110 etc.) sehr genau erörtert.Das aus diesen Erörterungen hierher gehörige ergiebt nachstehende Ahnen-tafel: Reiner Schellart v. Obbendorf, Ritter, lebte im 14. Jahrhundert. —Johann (I.), Mitherr der Herrschaft Gürzenich; Gemahlin: Sibylla v. Vercken.— Johann (IL), fürstl. Hofmeister, kaufte 1407 die andere Halbschied der