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GRAFEN V. SAÜRAU.
liehen Wappen). Die Decken des rechten Helmes sind schwarz und golden, diedes mitlleren rotli und silbern. — Die bekannten Abbildungen und Beschreibungenweichen mehrfach von einander ab, und es wird wohl ungewiss bleiben, welcheAngabe eigentlich die richtige sei. Am schwersten dürfte das 2. und 3. Feld desMittelschildes und das t. und 3. des Hauptschildes genau zu bestimmen sein.Bartschens Wappenbuch und alte Zeichnungen setzen in den Mittelschild, wie er-wähnt, Eulen; in Siebmachers Wappenbuche (I. 30) sehen die Eulen wie Jung-frauenadler aus, die Beschreibung zum Wappenbuche der durchlauchtigen Weltspricht von Adlern, und das Gen. Taschenbuch der gräfl. Häuser (1848, S. 567)giebt wachsende gekrönte Drachen mit ausgebreiteten Flügeln an. In letzteremWerke wird übrigens der ganze Schild folgenderinassen beschrieben: zweimalsenkrecht und einmal quer gelheilt; 6 Felder; 1 und 3 von Schwarz und Silbersechsmal schrägrechts gestreift; 2 und 5 in Roth drei goldene, längliche Blätteran ihren Stielen, welche aus einem grünen dreifachen Hügel hervorsprossen ; 4 und6 in Silber ein schwarzer, doppelt geschwänzter Löwe, einwärts gekehrt. Mittel-schild quadrirt; 1 und 4 in Roth eine aufsteigende silberne Spitze; 2 und 3 in Goldein wachsender, schwarzer, gekrönter Drache mit ausgebreiteten Flügeln. — WasFeld 1 und 3 des Hauptschildes anlangt, so zeigt ein Lackabdruck eines grossen,in Bezug auf den Hauptschild sehr deutlich gestochenen Petschafts (der Mittel-schild ist weniger deutlich) mit der Umschrift: Franz Graf v. Saurau, N. Oc. Land-marschall, in Silber drei schwarze schrägrechte Balken, während das Gen. Taschenb.diese Felder von Schwarz und Silber sechsmal schrägrechts gestreift angie'nt. NachSiehmacher (IV, 3) sind Feld 1 und 3 blau und mit drei silbernen Balken, daserste schrägrechts, das dritte schräglinks, belegt, nach dem Wappenbuche der durch-lauchtigen Welt aber zeigt das erste Feld in Silber drei schrägrechte blaue Ballten,das dritte hingegen ist von Blau und Silber sechsmal schräglinks gestreift. Sieb-macher stellt im 2. und 5. Felde zwischen zwei Hügel eine dünne Staude mit dreigoldenen Blättern, und das Wappenbuch der durchlauchtigen Welt richtet auf einemdrcihiigeligen, silbernen Berg ein grünes Kleeblatt am Stengel auf, tingirt auch denLöwen im 4. und 6. Felde blau. Die Straussenfedern auf dem rechten Helmesind nach letzterem Wappenbuche golden, schwarz, golden, die Herzen, welchenach Bartschens Wappenbuche silbern sind, haben die gegenseitige Tinctur derFedern, der Ueberschlag am Spitzhute des mittleren Helmes, welcher auch getheiltangegeben wird, ist rund ausgebogen, die Straussenfedern auf dem Hute sind sil-bern, und die silberne Spitze auf dem Fliigel des linken Helmes ist eine aufge-richtete, wie die im 1. und 4. Felde des Mittelschildes. Was noch den Schmuckdes rechten und linken Helmes des graflichen Wappens anlangt, so ist Nach-stehendes nicht unwichtig. Das freiherrliche Wappen hatte zwei gekrönte Helme.Der rechte Helm trug nach Siehmacher einen die Sachsen einwärtskehrenden, miteiner silbernen aufsteigenden Spitze belegten rothen Adlersflügel, und der linkedrei, mit goldenen Herzen bestreute schwarze Straussenfedern. Auf älteren Abbil-dungen aus dein Anfange des 17. Jahrhunderts ist die Spitze, mit welcher derFlügel des rechten Helmes belegt ist, eine linke, und der linke Helm trägt eineMenge, nach den Seiten sich kehrender, durch einander gesteckter, schwarzer Hah-nenfedern, welche mit kleinen goldenen Herzen bestreut sind.
Eins der ältesten und berühmtesten Geschlechter des HcrzogtliiunsSteiermark, dessen Stamhurg Saurau an der Muhr im Jndenburger Kreiselag. Arnold und Siegfried, Hilter, kommen schon 1176 vor, und Wilhelm,gest. 1327, war Landeshauptmann in Steiermark. Mit Letzterem beginntdie ordentliche Stammreihe. Durch zwei Brüder, Wilhelm und Johann , hattesich die Familie zuerst in zwei Linien, eine ältere und eine jüngere,geschieden. Die ältere, von Wilhelm, Herrn zu Lobming, gestiftete Linieerlosch 1761, die jüngere, von Johann gegründete, kam früher als Liniezu Ligist und Wolkenstein vor. Aus derselben erlangte des Stifters Enkel,Franz der Aeltere, für sich und das ganze Geschlecht vom Kaiser Carl V.13. Nov. 1553 den Freiherrenstand, und Carl Freiherr v. Saurau, gest.