Druckschrift 
3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
349
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GRAFEN SANDOR V. SZLAWNICZA. 349

Grafen Sandor v. Szlawnieza.

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Besitz: in Ungarn die Herrschaften Rajna, Bin, Bolli und ßarö.

Wappen: im blauen Schilde ein, aus einer auf drei grünen Hügeln ru-henden goldenen Krone aufwachsender, rechlsgekelirler Hirsch von natürlicher Farbemit 9endigem goldenen Geweihe, welcher im Maule einen grünen Eichenzweighält, und dessen Hals vom Rücken aus schrägrechts nach vorn und oben mit einemrothgefiederten Pfeile durchschossen ist. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, aufwelcher sich drei gekrönte Helme erheben. Der rechte und linke Helm trageneinen schrägeinwäfts gestellten schwarzen Adlersfuss mit goldener Klaue, und aufdem mitlleren Helme wiederholt sich das Wappenbild des Schildes. Die Ilchn-decken sind rechts roth und silbern, links blau und golden, und den Schild hal-len zwei auswärtssehende schwarze Adler. Noch Lebctzky zeigt das Wappen derFamilie einen, aus einem dreifachen Felsen aufsteigenden Hirsch, durch dessenHals ein Pfeil geschossen ist, und welcher in den Vorderpranken drei Rosen hält.Der Krone auf dem Felsen geschieht keine Erwähnung. Die Variante: Rosen an-statt des Eichenzweiges, ist nicht zu schnell von der Hand zu weisen.

Sehr alte, angesehene, schon gegen Ende des 14. und im 15. Jahr-hundert in Ungarn reich begüterte, und in der LandesgesehichLe oft ge-nannte Adelsfamilie, welche im Anfange des 18. Jahrhunderts den Frei-herren- und in der zweiten Hälfte desselben den Grafenstarid (s. unten)erlangt hat. Leholzky hat (II. p. 349, 350) die Familie besprochen, dochmit dem Bemerken, dass er Mchrcres auf die Supplemente, welche (s.S. 24)nicht erschienen sind, verspare. Aus den Angaben des genannten Schrift-stellers gehl hervor, dass die Familie in mehreren Linien und mit verschie-denen Prädicaten vorgekommen ist. Zuerst werden die Sandor, früher ge-nannt Czibak de Baba Sz. Peter im Batscher Comitate (1422), de Rhede(1480), de Varos Hollos im Szaholtscher Comitate und de Szucha (1396