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340 GRAFEN REVICZKY V. REVISNYE.
mittlere derselben ist etwas höher, als die seitlichen. Den Schild halten zwei ein-wärtssehende, goldene Löwen, und das Ganze umfliegt ein Wappenmantel, welchermit einer gräflichen Krone bedeckt ist. Mit diesen Angaben stimmen Abdrückevon Petschaften der Familie »herein, nur steht auf dem Schilde, anstatt der Gra-fenkrohe, bisweilen eine sogenannte alte königliche Krone. Das Gcneal. Taschenh.der gräfl. Häuser (1849, S. 538) tingirt den Schild braun, und gieht an, dass derRitter, dessen Helmbusch rotli angegeben wird, „von einem silbernen Mond undsilbernen Sternen übersäet sei."
Alle uncl angesehene ungarische Adelsfamilie, in welche nach der Mittedes vorigen Jahrhunderts der Freiherren- und später (s. unten) der Reichs-freiherren- so wie der Grafenstand gekommen und welche im vorigen Jahr-hundert in k. k. österr. Kriegsdiensten durch den Reichsfreiherrn Johann,in diesem Jahrhundert aher in k. lt. österr. Staatsdiensten durch das jetzigeHaupt der Familie sehr berühmt geworden ist. Die Abstammung des ge-nannten Freiherrn Johann ist, wie die unten angeführte Ahnentafel ergiebt,von den Urgrosseltern an bekannt — die früheren genealogischen Verhält-nisse des Geschlechts liegen aber wohl im Dunkel der Vorzeit. Es mussnämlich auflallen, dass der sonst so sorgsame und so mittheilende Lehotzkydie Familie Reviczky allerdings, und zwar unter dem Namen Revitzki (P. II.p. 326) aufführt, doch nur ein einziges Glied derselben, den Freiherrn Carl,nennt. Derselbe lebte früher am Hofe des Bischofs zu Neilra, reiste dannmit dem kais. Ahlegalen Polim, wurde zu Gesandtschaften nach Berlin undLondon verwendet, und war als Sprachkenner und Sprachforscher sehr be-kannt. Als letzterer ist er auch von 1767— 1 771 thäfig gewesen.
Die in der genealogischen Literatur vorliegende Ahnentafel der Familieist die der Freiin Judith Reviczky, und aus derselben gehören folgendeGlieder hierher: Andreas Reviczky v. Revisnye; Gemahlin: Susanna Hyav-niezky de Nagy-Selmecz. — Matthias ; Gemahlin: Helene Ockalicsany deeadem. — Andreas ; Gemahlin: Juliana Nedeczky de Nedecz. — JohannFreiherr Reviczky v. Revisnye, k. k. General-Fehlmarschall-Lieutenant; Ge-mahlin: Rosalia Freiin v. Pereny. — Judith , geh. 8. Sept. 1753, verm. inerster Ehe mit Emerich Freiherrn v. Brady und in zweiter, 14. Sept. 17 73,mit Carl Albert Fürsten v. Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, gest.1 4. Juni 1796.
Eine andere, der Redaction bekannt gewordene Ahnentafel des k, k.Kämmerers Carl Freiherrn Reviczky v. Revisnye vom Jahre 1770 enthältfolgende Glieder: Thomas Reviczky v. Revisnye; Gemahlin: Catharina Milko.— Johann ; Gemahlin: Sophie Okoliczany. — Alexander ; Gemahlin: HeleneNedeczky. — Johann Franz ; Gemahlin: Anna Maria Barlhodicsky. - Carl,Freiherr. — Wie an eine dieser Ahnentafeln Graf Adam (s. unten) anzu-schliessen sei, war nicht aufzufinden.
Was die in die Familie gelangten Standeserhehungen betrifft, so wurdezuerst Carl Emerich Reviczky v. Revisnye vom Kaiser Joseph IL 26. Nov.1 770 in den ungarischen Freiherreristand erhoben und bald darauf, imJahre 1773, kam von dem genannten Kaiser der Reichsfreiherrenstand inder Person des k. k. General-Feldwachtmeisters Johann v . Reviczky in dieFamilie. Die Grafenwürde wurde, wie das Geneal. Taschenb. der gräfl.Häuser (1854. S. 631) annimmt, 1 787 verliehen, doch ist über diese