Druckschrift 
3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
245
Einzelbild herunterladen
 

GRAFEN V. MIELZYNSKI, BRUDZEWO-MIELZYNSKI.

245

Grafen v. Miclzyiiski, Brudzewo - Mielzynski.

Besitz: im Grossherzogtluim Posen die Rittergüter Köbnitz, Godziszewo, Woyciecbowo undHeide-Vorwerk im Kreise Boinst, und Worniki i Kolowo im Kreise Kosten; dieHerrschaft Miloslnw im Kreise VVreschen; die Herrschaft Pawlowice im KreiseFraustadt, lind Zvtowiecko im Kreise Kröben; die Herrschaft Baszkotv im KreiseKrotoszvn etc.

Wappen: in Blau ein silbernes Hufeisen, auf dessen innerer Milte mitder Spitze ein kurzer Degen mit goldenem Griffe und Knopfe aufstellt (Haus No-wina). Auf dem Schilde steht ein mit einer Grafenkrone gekrönter Helm, und aufder Krone ruht mit dem Knie ein silbern gerüstetes und besporntes Bein so, dassder Fuss naclt oben und links steht. Die Helmdecken sind rollt und blau. Bis-weilen umgeben zahlreiche Armaturen und Siegeszeichen an den Seiten und untenden Schild, so z. B. im Wappenb. der preuss. Monarchie (I. 71). Die gegebeneBeschreibung dieses Wappens hat Speners Ansicht vor sich, dass das Wappenbilddes Hauses Noivina ein Hufeisen sei. Sinapius nahm dagegen einenKesselrinken"an, und schon demgetnüss lässt sich nichts dagegen sagen, dass das Gen. Tascltenb.d. gräß. Häuser das Wappen, wie folgt, angiebt: in Blau ein silberner Kesselrinken,und zwischen dessen beiden, wie ein Hufeisen, nach oben auswärtsgebogenen Hen-keln ein blankes Schwert mit goldenem Griffe, die Spitze unten.

Sehr alte und sehr angesehene, weit verzweigte und reich begütertepolnische Adelsfamilie, als deren Ahnherr ein tapferer Krieger, Nowina,angenommen wird, welcher 1137 in der Schlacht hei Halicz dem HerzogBoleslaus Krzywousty von Polen das Lehen rettete und von Letzterem da-für zum Lohne die Ritterwürde mit mehreren Gütern um Krakau erhielt.Der Urenkel des Nowina, Swientoslaw, Herzogs Casimir des Gerechten inPolen Rath, schenkte dem Kloster zu Miechow 1186 das Dorf Chycza undwurde 1194 Castellan von Krakau. Die Nachkommen desselben gelangtenzu grossem Grundbesitz in der Wojwodschafl Kaiisch, namentlich zu denhei Gnesen liegenden Gütern Brudzewo und Mielzyn, von welchem letzterenGute der Name Mielzynski herrührt. Zuerst kommt mit diesem Namen ur-kundlich 1590 Adalbert als Landbote auf dem polnischen Reichstage vor.Lucas v. Mielzynski, gest. 1627, war Castellan von Gnesen und Starostvon Powidz, und der Bruder desselben, Nicolaus, gest. 1633, ebenfallsCastellan von Gnesen; Christoph, gest. 1638, war Castellan von Kaiisch,

füatbnlifd).

$rnt|;ctt.