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GRAFEN V. EOS.
Grafen v. Los.
ißalljoUfd).
©eflm'cidj.
Besitz: in Giilizjcn Nurnl im Zolkiewer Kreise, Dolzanskn im Tarnopoler Kreise eie.
Wappen: im rolhen Schilde ein mit allen vier Füssen ausgestreckter,schrägreclitsgcstellter, grüner Frosch, welcher mit einem Lorbeerkränze umgehenist. Ueber dem Scliildo stellt die Grafenkr'one, auf welcher sich ein Helm erhebt,der mit einem grünen Lorbeerkränze bedeckt ist, auf welchem der Frosch desSchildes sitzt. Hie Hclmdexkcn sind rolh und grün. — So viel ermittelt werdenkonnte, führen die Grafen Los in Galizien nur das hier beschriebene Stammwappen.Ilas Wappen der Reichsgrafen vom Loss (s. unten) ist ein quadrirter Schild mitMittelschild. Der Mittelschild zeigt das erwähnte Stammwappen, Feld 1 und 4 inSilber einen rechtssehenden, gekrönten, schwarzen Adler, und 2 und 3 in Rlaueinen rechtsgekehrlen, goldenen Löwen, lieber der Grafenkrone, weiche den Schildbedeckt, stehen drei gekrönte Helme. Der rechte trägt einwärtssehend und wach-send den Adler des 1. und 4. Feldes, der mittlere, mit dem grünen Kranze bedeckte,den sitzenden Frosch des Stammwappens, und der linke den Löwen des 2. und 3.Feldes wachsend. Die Decken des rechten Helmes sind schwarz und silbern, diedes mittleren rolh und grün, und die des linken blau und golden. Den Schildhalten zwei auswärtssehende, goldene Löwen.
Die Grafen v. Los in Galizien stammen aus einem alten Gesclilechlc,welches gleichen Ursprung mit der deutschen Familie: vom Loss halle.Letztere, welche neuerlich gewöhnlich: vom Loss, früher auch von Lossund v. Lohss geschrieben wurde, ist ursprünglich ein schlesisches undsächsisches Geschlecht, welches sich in Schlesien in die Häuser Ilermsdorff,Polkwjtz, Dammer und Osten, und in die Linien Simhsen, Gramschütz, Kun-zendorf und Wijcke im Glogauischen schied. Der Name soll in Folge einesglücklich gefallenen Looses in einer sehr wichtigen Kriegsangelegenheitentstanden sein. Beiedv, Loss zog 1413 mit dem Erzhischof von Gran nachGostnitz auf das Concil; Daniel v. Loss, Herr zu Hainbach, war um 1505Landesälleslcr und Depulirler des Fürstenthums Glogau, und Sigismund,Herr auf Hermsdorlf, bekleidete 1513 dieselbe Würde. In der zweitenHälfte des 17. Jahrhunderts kommt noch in Schlesien Bernhard v. Lossund I Oppendorf!, Herr auf Wilckau, als der Herren Fürsten und StändeRittmeister, und Johann, Herr auf Gramschütz, als kais. Hof- und Landge-