"228 GRAFEN V. LOE-WISSEN.
Grafen v. Iaoö -Wissen.
Sotljolifdj. fJmtlifu.
Besitz: in der ltheinprovinz Wissen im Kreise Geldern.
Wappen: im silbernen Schilde nach Faline (1 .256) ein schwarzer Kessel-Iniken (und nach Kobens [1. 52] ein schwarzes Fasseisen), welcher an beiden En-den sechsmal gehakt isl. Ueber der Grafenkrone steht ein gekrönter, oder miteinem sechsmal von Silber und Schwarz gewundenen Wulste bedeckter Helm,welcher drei Paar abwechselnd übereinander liegende silberne und schwarze Struus-senfedern trägt. Ueber jedem Paare dieser Federn schwebt der Kessclhaken desSchildes. Die Helmdecken sind schwarz und silbern. Das Freiherren-Diplom be-schreibt das Wappen, wie folgt: ein silberner Schild, in dessen Mitte ein schwar-zer Haken, an beiden Seilen mit drei doppelten Spitzen unterschieden, erscheint.Auf dem Wulste des Heiines sind sechs schwarz und silberne Straussenfedern insolcher Ordnung gestellt, dass zwei und zwei eine schwarze und eine silberne ab-wärts, als wenn sie vereinigt, und mit den oberen Enden ein wenig gebogen, einenHaken, wie derselbe im Schilde steht, von oben aufzunehmen scheinen. — Dasfranz. Ileicbsgrafen-Diplom giebt über das Wappen Nachstehendes an: Viergetheilt;im ersten Felde das Zeichen des Senats; im zweiten silbernen ein schwarzer Kes-selhaken an beiden Seiten ausgezähnt (richtiger: an beiden Seiten widergehallt);im drillen rolhen eine Einfassung mit acht silbernen Austerschaalen, in derenMille ein goldener Zettel (Herzschildcheri), und im vierten rothen drei (2 und 1)goldene Kannen.
Sehr alle, rheinländische Familie, welche sich weit ausgebreitet hat,zu hohem Ansehen gelangt ist und den Freiherrenstand bekam, später auchden Grafenstand des französischen Kaiserreiches, so wie den preuss. Grafen-stand nach dem Rechte der Erstgeburt erhielt. Der Ursprung der Familieverliert sich in das Dunkel der Vorzeit: wie alL die Familie sei, kann, wieRobens (11. S. 18 etc.) angiebt, der Sprachforscher aus dem Namen Lo:ein Götze des Viehes, der Wälder, oder der Ilainn, in welchen diesem Wald-gotte geopfert wurde, und der Heraldiker durch das Wappenbild, eigentlichdoch wohl ein Opferhaken, ermessen. Viele Familien, welche dieses, oderein ähnliches Wappenbild führen, gehören zu den ältesten cellisch-germa-