Druckschrift 
3 (1854) A - Z
Entstehung
Seite
226
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(»rafen v. liocatelli.

ftatliolifrij. ©cfletretd).

Besitz: die Herrschaft Immendorf in Niederösterreich.

Wappen: quadnrter Schild mit Mittelschild. Im blauen, nach Anderensilbernen Mittelschilde auf griinem Boden eine rechtsgekehrte, doch vorwärtsgehendeEule von natürlicher Farbe, über deren Kopfe ein goldener, sechsstrahliger Sternschwebt, und welche an jeder Seite des KopTes von einem solchen Stern beseiletwird (Stammwappen). 1 und 4 in Gold ein einwärtssehender, gekrönter, schwar-zer Adler; 2 und 3 in Roth ein einwärtssehender, gekrönter, goldener Löwe. DenSchild bedeckt die Grafenkrone, und auf derselben erheben sich drei gekrönteHelme. Auf dem rechten Helme steht der Adler des I. und 4. Feldes, aus demmittleren wächst ein vorwärtssehender Ritter auf, welcher in der Rechten einenPfeil hält, dessen Spitze nach unten gesenkt ist. Derselbe ist in Silber gekleidetund vorn mit drei rothen Längenstreifen bezeichnet, trägt einen goldenen Leib-gürtel, und der Helm ist mit 4 Struussenfedern, wechselnd blau und golden, ge-schmückt. Der linke Helm trägt den Löwen des 2. und 3. Feldes aufwachsend.Die Decken des rechten Helmes sind schwarz und golden, die des mittleren blauund golden, und die des linken roth und golden. Das freiherrliche Wappen istvon dem gräflichen sehr verschieden und zwar, wie folgt; quadrirter Schild: 1 und4 in Gold vier schwarze schrägrechte (schrägaufwärts gehende) Balken; 2 in Silberauf dreifachem grünen Hügel eine vorwärtssehende, links gekehrte, goldgekrönle,natürliche Nachteule, deren Kopf drei (l und 2) goldene 6strahlige Sterne um-geben (Stammwappen); 3 in Roth ein rechtsgekehrter, goldener, gekrönter Greif,welcher in den Vorderklauen eine blaue, mit einer goldenen Quaste gezierte Par-tisane hält. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, auf welcher zwei gekrönte Helmestehen, von welchen der rechte die Eule des zweiten Feldes (Helm des Stamm-wappens), der linke den Greif des dritten Feldes trägt. Die Helmdecken sindrechts schwarz und golden, links roth und silbern. Nach dem Gen. Taschenb. dergräfl. Häuser (1854. S. 454), welches statt dos Schildes des gräfl. Wappens dendes freiherrlichen angiebt, schwebt über der Grafenkrone mit blau-goldener Deckenur ein gekrönter Helm, auf welchem die Eule steht.

Sehr alte, ursprünglich aus Bergamo im lombardisch-venetianischenKönigreich stammende Familie, welche jetzt in Oesterreich im Freiherren-