GRAFEN V. KALNOKY. 188
Grafen v. Kälnoky.
finll)Oltf(i). (bellen-cid) (Jft8l)rnt, Ungarn, Siebenbürgen).
Besitz: in Mhliren die iJcrrschnfl Lcttowilz und des Lehengtit Ziele, so wie die HerrschaftPröslitz; in Ungarn die Herrschaften Bussa und Szahalha etc.
Wappen: quadrirler Schild mit Millelschild und einer, zwischen dem3. und 4. Felde eingepfropften Spitze. Im goldenen Mittelschild ein schwarzer,zweiköpfiger, mit dem goldenen Buchstaben I. belegter Adler. 1 in Blau ein ein-wärtsgekehrter, goldener Greif, welcher in der linken Vorderpranke ein Schwerthält; 2 in Roth eine rechtsgekehrte, gekrönte und viermal gekrümmte silberneSchlange, welche im Rachen einen Reichsapfel hält; 3 in Roth ein rechtsgekehrter,silberner Pelican, welcher in seinem, auf grünem Boden stehenden Neste seineJungen füttert, und 4 in Blau ein einwärtsgekehrter, int Knie gebogener Unter-schenkel. Derselbe ist oben mit einer goldenen Krone bedeckt, rollt bekleidet,mit gesporntem Stiefel und wird von einem Pfeile im Kniegelenk von aussen nachinnen durchschossen. In der silbernen Spitze wächst aus einer gestürzten Kroneein gekrönter, schwarzer Bär auf, welcher von einem Pfeile durch den Rachenvon rechts nach links schrägrecht durchschossen ist und die Vorderprankenetwas erhoben vor sich hält. Ueber der den Schild bedeckenden Grafenkronestehen zwei gekrönte Helme. Der rechte trägt einwärtsgekehrt den von einemPfeile durchschossenen Bär der Spitze des Schildes und der linke einen einwärts-sehenden, aufwachsenden, silbernen Hirsch, dessen Hals von einem Pfeile vonaussen nach innen schräglinks durchschossen ist. Das Geweih hat 8 Enden, undzwischen demselben schwebt ein goldener Halbmond und über letzterem ein gol-dener, 6eckiger Stern. Die Helindecken sind rechts blau und golden, links silbernund roth. — Mit dieser Beschreibung des vollständigen Wappens stimmt die Ab-bildung in Tyroffs N.'A. W.-W. (11. 3, 235). — Abdrücke von neueren Petschaftenergeben nur im Schilde den aus der Krone aufwachsenden, durch den Rachen ge-schossenen Bär, welcher im vollständigen Wappen in der Spitze erscheint. Sonachist dieses Wappenbild wohl das Stammwappen. Die Vordertatzen werden meistfrei vorgehalten, berühren also das Gefieder des Pfeiles nicht. Den Schild deckteinfach die Grafenkrone. — Die Angabe im Geneal. Taschenb. der gräll. Häuser(1854. S. 368) in Blau vier goldene Uöwenfiisse, beruht wohl auf einem Irrthum,welcher durch Freiherrn v. Hormayr (Taschenb. f. vaterl. Geschichte. Jahrg. 1844)hervorgerufen worden ist, welcher allerdings sagt: „die Grafen Nemes und Mikos