URAFEN HUNlADY V. KETHELY.
Grafen lliiiiiady v. Kethely.
Satljolifd). Ciilcvvcid).
In Ungarn reich begütert.
Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild. Im güldenen Miüelschildcein dürrer, brauner Slamm, auf dessen nach rechts gebogenem dürren oderblättrigen Zweige ein rechtsgekehrter, schwarzer Rabe sitzt, welcher im Schnabeleinen goldenen Ring hält. 1 und 4 in Silber ein auf grünem Boden stehender,einwärtsgekehrter, schwarzer, mit beiden Vorderpfoten ein Schilfrohr haltender Bär;2 und 3 in Blau ein nach rechts gekehrter, geharnischter Arm, welcher in derFaust drei roth gefiederte Pfeile hält. Den Schild bedeckt die Grafenkrone, undauf derselben stehen zwei gekrönte Helme. Der rechte Helm trägt einen geschlos-senen, die Sachsen einwärtskehrenden, schwarzen Adlerstlug, zwischen zwei schrägauswärts gestellten, von Roth und Silber mit gewechselten Tinclurcn quer gelheiltenFahnen an silbernen Stangen, und der linke zwischen zwei goldenen Büffelshörnernden geharnischten Arm des 2. und 3. Feldes mit den Pfeilen. Die Helmdeckeusind auf beiden Seiten schwarz und golden. Ucber das Wappen der Familie giebtl.ehotzky sehr aphoristisch an: Insigne refert arborem viridem, cui insidet avisalis expansis, obversus stat ursus tres spicas tenens.
Alte und sehr angesehene, ungarische Familie, welche das Prädicat:de Kethely führt, doch giebt es sowohl in der Schiimeger Gespanschaft, un-weit des Plattensees, als in der Ocdenburger Gespanschaft einen gleich-namigen Marktflecken und so lässt die Redaclion dahin gestellt, welcherdieser Orte die Veranlassung zu dem genannten Prädicate gegeben hat.Ebenso war nicht sicher aufzufinden, oh diese Familie mit der alten, durchJohann Corvinus Hunnyades (Hunyadi) und den Sohn desselben, MatthiasCorvinus, welcher 1458 König in Ungarn wurde, so berilhmlen FamiliaCorviniano-Hunyadiana, welche Lehotzky (1. 71 — 80 und II. 187—189),nach Bcnkö und anderen ungarischen Geschichtsschreibern, so genau er-