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grafen v. llhrtzberg.
war, und welche vom Kaiser Leopold I. zuerst 28. Aug. 1670 den altenReichs-Ritterstand unter dem Namen Ilerzberg, eigentlich Herzenberg(Hertzenberg), und später, 12. Nov. 1676, den Reichs-Freiherren- und Pan-nerherrensland erhielt. Hie hier zu besprechende, in Beziehung auf ihrBesitzthum besonders der Provinz Pommern angehörende Familie war fasLin allen deutschen Staaten verbreitet und besass in Franken, Sachsen,Braunschweig etc. grosse Güter und Lehen. Der ursprüngliche Name desGeschlechts soll Ilirschberg gewesen sein und sich erst nach und nach inIlirzberg und zuletzt in Ilerzberg verwandelt haben. Der Sage nach sassLeutpold, ein Lehnsmann Heinrichs des Löwen, auf dem festen BergschlosseIlerzberg im Harz, und öffnete dasselbe dem Kaiser Friedrich I. als Landes-herrn, als Heinrich in die Acht erklärt worden war. Das genannte Stamm-schloss blieb bis 131S hei der Familie, kam aber dann durch die ErbtochterFriedrich Conrads an die v. Lisperg. — Hartwich v. Hertzberg kommt ur-kundlich 1230 vor, und Gedinus erweiterte 1253 die Stadt Frankfurt a. d. 0.auf Befehl des Markgrafen Johann. Matthäus besass 1290 die jetzt preuss.Stadt Herzberg im Reg.-Bezirk Merseburg, Hermann, Eberhard und Georgwohnten 1413 dem Concil zu Kostnitz hei, und Bruno war 1440 Gross-comthur des deutschen Ordens. — In Pommern und Preussen breitete sichdie Familie besonders aus, als Gerhard v. Herzberg Oberhaupt des deut-schen Ordens in Preussen war. Glieder derselben Messen sich namentlicham Küddowfluss nieder und zwar hei Neu-Slcltin, wo dieselben 1490 die Orl-schaften Herzberg, Lollin, Badenhusch, Iiarkenbrügge und Brügge zu Lehnerhielten. Die Stammtafel der pommcrschen Familie beginnt mit Joachim,dessen Enkel Jareslaw der erste Besitzer der genannten Lehen war. Vonden Nachkommen hat sich eine sehr grosse Zahl in brandenburgischen undpreuss. Staats- und Kriegsdiensten sehr ausgezeichnet, und in Bezug aufletztere sei hier erwähnt, dass in den Feldzügen Königs Friedrich IL alleinan 30 Familienglieder auf den Schlachtfehlern blieben. Unter diesen HolHans Caspar, kön. preuss. General-Major, 15. Dec. 1745 bei Kesselsdorf,und Joachim Wilhelm, Oberst und Commandanl des Finkeschen Infanterie-Regiments, bei Kunersdorf, als derselbe die russ. Batterien mit grösslerTapferkeit angriff. In Bezug auf den Staatsdienst gehörte Ewald Friedrich,Bruderssohn des Obersten Joachim Wilhelm, unstreitig zu den gelehrtestenund thätigsten Staatsministern des kön. preuss. Hofes. Derselbe, geh. zuLollin in Pommern 2. Sept. 1725, gest. 27. Mai 1795, redigirte fast alleSlaalsschriften, welche im 7jährigen Kriege gewechselt wurden, entwarf1762 die Friedenstsractaten zwischen Russland und Schweden, und schloss15. Febr. 1763 den Frieden auf dem Schlosse zu Hubertusburg, nach wel-chem ihn König Friedrich IL mit den bekannten Worten begrüsste: Vousavez fail la paix, comme j'ai fait la guerre, un conlre plusieurs. Die Er-hebung desselben in den preuss. Grafensland ist vom König Friedrich Wil-helm II. 18. Nov. 1786 erfolgt, und zugleich mit ihm wurden sein Bruder,der Rittmeister Franz Rudolph , und seine Vetlern, der Oberst Johann Carlund der Major Friedrich Wilhelm v . Herlzberg in den Grafenstand erhoben.Die weiteren genealogischen Verhältnisse des gräflichen Hauses sind nichtgenau bekannt und neuerlich wird nur ein Glied desselben aufgeführt: