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3 (1854) A - Z
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BRAKEN V. GIOVANELLI.

rot h-goldcnem Helmlmsch, und der linke einen geschlossenen, die Sachsen cin-wärtskclirenden Adlersflug, in dem dreimal abwechselnd bald silberne, bald blauel.ilien auf bald blauem, bald silbernem Balken vorkommen (Gencal. Taschenbuchdm- frcihcrrl. Häuser, 1853. S. 147. Diese Angabe ist wohl schwer zn verstehen.Die Redaction glaubt, dass der Adlersflug von Blau, Silber und Blau quergetheilt,und der obere und untere blaue Theil mit einer silbernen, der mittlere silberneaber mit einer blauen Lilie belegt ist) [Gerstischer Helm]. Die Decken des rech-ten Helmes sind roth und silbern, die des mittleren schwarz und golden, unddie des linken blau und silbern. Die Devise FIDes In CaLaMItatlbVs CLara deu-tet auf das in Tirol so berühmt gewordene Jahr 1809 hin.

Sehr altes, ursprünglich aus Gaudino, einem Flecken itn Thale desSerio im Gebiete von Bergamo stammende Familie. In diesem Orte lebte1230 Alberico Zoanello, von welchem in ununterbrochener SlammrciheZamboni Zoanelli, und der Sohn desselben, Pietro, stammten. Erstererkommt urkundlich mit der Bezeichnung: Joanes bonus Zoanello und zusam-mengezogen in italienischer Mundart: Zamboni vor, lebte um 1410, undführte schon in seinem Wappen die beiden Jünglinge oder Knaben (giova-nelli) im Segelboot. Von Peter, gest. 1434, stammen die gesammten Liniendes Geschlechts, sowohl die erloschenen, als die drei noch blühenden, diefürstlich-grälliche, die gräfliche und die freiherrliche. Per eine Sohn desPeter, Vincenzo , gründete die in Venedig ansässige fürstlich-gräfliche Linie,und der andere Sohn, Alessandbo (Alessandro Bernard I.), die beiden tirolerLinien, die gräfliche und die freiherrliche. Von Alessandros Sohne, Ber-nardin , venu, mit Samaritana degli Allessiis, stammte Joseph Petruzzo,welcher sich zuerst in der Mitte des 16. Jahrhunderts in Südlirol ankaufte.Dem Letzteren wurde mit seinen Brüdern und Vettern vom Kaiser Ferdi-nand]. 1564 der alte Adel bestätigt und er selbst in den deutschen Reichs-adelsland erhoben. Kaiser Maximilian II. vermehrte 1572 das Familienwap-pen, und Kaiser Rudolph II. versetzte 15S3 alle aus Gaudino von Peterv. Giovanelli stammende Sprossen, unter abermaliger Vermehrung des Wap-pens, in den Reichsritterstand. Als bald darauf Joseph Reichsritter v. Gio-vanelli von der Familie Gersll das Schloss Gersiburg an sieb brachte, ge-staltete Kaiser Rudolph IL 1590 demselben, das GersLl'sche Wappen, diezwei goldenen Gerstenähren und den linken Helm, mit dem angestammtenGiovanellischen Wappen zu vereinigen und den Titel: Ritter v. Gerstburgzu führen. Aus Josephs Ehe mit Fioria dei Cania aus Bergamo stammleBernardin , geb. 1575, welcher, verm. mit Elisabeth v. Eierl zu Waldgriesund Liebeneich, der Stammvater der liroler-bolzener älteren und der liroler-trientinischen jüngeren Linie wurde. Von seinen Söhnen stiftete nämlichGeorg Bernardin , ^erm. mit Vcronica v. Cazuffi, die Linie der Freiherren zuGersthurg und Ilörtenberg, und Gianaldono , der Jüngere, verm. mit Claudiav. Cazuffi, die Linie der Grafen Giovanelli zu Gersthurg. Der Vater dersel-ben, Bernardin, war schon 1618 in die tiroler Adelsmatrikel unter den Rit-lerstand aufgenommen worden. Die Glieder der venetianischen Liniewurden 1668 Patrizier von Venedig. Der Reichsfreiherrensland kam indiese Linie vom Kaiser Leopold 1. 1659, und der Reichsgrafenstand 1678in der Person des Freiherrn Johann Andreas , Urenkels Benedicts I., derMagnatenstand von Ungarn 30. Dec. 1681, und der österreichische Für-stenstand nach dem Rechte der Erstgehurt 1838. Was die tiroler