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3 (1854) A - Z
Entstehung
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GRAI'EN V. GILLEIS.

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Grafen v. Gilleis.

üüatljolifd). «Deflerccid).

Rositz: ilie Herrschaften Kaltau, Thcrasbiirg, Missingdorf und Vesteulhal.

Wappen: im blauen Schilde ein schrägrechts gestellter, doppelter, gol-dener Widerhaken; die obere Spitze desselben kehrt sich rechts nach unten, dieuntere links nach oben, und in der Mitte findet sich nach rechts und unten eineErhöhung gleich einer auf- und absteigenden StuTe, welche oben im halben Zirkelgebogen und in der Mitte durchbohrt ist. Die Figur wird für ein Senkeisen alterArt, ein sogenanntes Gil-Eiscn, gehalten. Auf der Grafenkrone steht ein gekrönterHehn, welcher einen offenen, blauen Adlersfiug trägt, dessen rechter Flügel miteinem schräglinken, von Gold und Blau in zwei Reihen, jede zu sechs Feldern,geschachten Balken, der linke aber mit einem solchen schrägrechten Balken belegtist. In Folge der Sachsen und Schwingen der Flügel sind freilich nicht alle Felderdes geschachten Balken zu sehen. Die Helmdccken sind blau und golden.

Sehr alles, durch sechs Jahrhunderte bekanntes und berühmtes, ur-sprünglich österreichisches Geschlecht, welches im Mannsstamme mit JuliusGrafen v. Gilleis 1. Aug. 1841 erloschen ist, im weiblichen Stamme abernoch blüht. Die Gilleis, früher Gilauzer und v. Gillaus, haben wahrschein-lich von dem Gute Gillaus, einem Dorfe und Amte der Herrschaft Härten-slein am Cremsilusse, ihren Namen angenommen, oder vielleicht auch Gil-laus zuerst erbaut und diesem Orte ihren Namen gegeben. Frühere Genea-logen haben ohne Grund das Geschlecht aus Franken hergeleitet, ja Einigehaben sogar angenommen, dass die Familie von dem erloschenen altenGrafenhause Gily in Schollland stamme, aus welchem von den Kreuzzügenher Glieder in Oeslerreich geblieben wären. Conrad oder Chunrad derGiläuser erscheint nach Ennenkcl urkundlich schon 1273 und 1274 zuKrems, und Olto Gileis in Sanclo Vito in Urkunden des Klosters Lilienfeld1289 und 1308. Das Siegel desselben ergiebt das Wappen der Familie.Von der Milte des 15. Jahrhunderts läuft die Stammreihe ununterbrochenfort, und ist folgende: Johann , insgemein Hans Gilleis, lebte 1430 undnoch 1452. Gemahlin: Anna Frizenslorfer zu Leibn. Georg Gilleis zuI'ezcnkirchen; zweite Gemahlin: Maria Magdalene Mitlhvanger, venn. 1462.