GRAFEN V. GABNIEUjjTURAWA. 135
trafen v. Garnier-Tnrawa.
ßatljolifdj.
Besitz: in Schlesien (las Majorat Tuiawa; die Ritlergütev Eckersdorf, Nassadel clc.
Wappen: Schild quergelheilt; oben in Blau eine güldene Kugel, auswelcher zu jeder Seite ein silberner Flügel hervorgeht; unten in Silber zwei rothe,schrägrechte Balken (der ganze Schild enthält das Stammwappen). Ben Schildbedeckt die Grafenkrone, und auf derselben erheben sich drei gekrönte Helme.Der rechte trägt ein wachsendes, einwärtsgekehrtes, springendes silbernes Pferd;über dem mittleren schwebt die goldene Kugel der oberen Schildeshälfte mit denFlügeln (Helm des Stammwappens), und der linke trägt drei Straußenfedern, sil-bern rollt, silbern (der rechte und linke Helm sind bei Erhebung in den Grafen-stand hinzugekommen). Die Helmdecken sind rechts blau und golden, links rolltund silbern. Die von Wissgrill (III. S. 220) angeführten, dem niederösterreichi-schen Herrenstande als Landesmitglieder einverleibt gewesenen Freiherren v. Garniergehörten nach dem a. a. 0. beschriebenen Wappen nicht zu der hier in Redestehenden Familie.
Die Grafen v. Garnicr-Turawa stammen aus einem alten, ursprünglichfranzösischen Geschlechte, aus welchem sich Glieder in der ersten llälfLedes 18. Jahrhunderts in den österreichischen Erblanden niederliessen undin der Person des.P eter Garnier vom Kaiser Carl VI. 1729 den böhmischenliilterstand erhielten. — Pierre und der Sohn desselben, Henri de Garnier,welcher später mit Ginetlc de Bonvelon vermählt war, werden in eleuListen des Heerbannes von 1472, 1513 und 1524 als Edelleule in derDauphinß aufgeführt. Der Sohn des Letzteren, Claude de Garnier, vertu,mit Isahella v. Bocchozcl, starb um 1560. Julian, Heinrich und Barbarav. Garnier, Letztere mit Philipp v. Corsan vermählt, erhielten vom Parla-mente der Dauphine 5. Juni 1556 den angestammten Adel bestätigt. —Johann vermählte sich 12. Febr. 1547 mit Catharina v. Rigaud, und der