124 GRAFEN FORGACII V. G11YMF.S UND GAGS.
<iii aien Forgacli v. Ohymes uml iwäcs.
Sattjolifd). ffieftemüt).
Besitz: in (Jhgarn die Herrschaften Gbymcs, Varano, Vcltschitz und Gsejle; die HerrschaftenGacs und Kokova; die Herrschaften Ujtale, Vilke und Gyöngyöspata; die HerrschartMandok; die Herrschaften Ilcrlnek, Varano, Gerlalid und Ecsog; die ilerrschaflcnSzahinez, Kcmencze, Szöcscny etc.
Wappen: im blauen Schilde eine nackte, gekrönte Jungfrau mit fliegendenblonden Haaren, welche aus einer goldenen Krone aufwächst und deren gefalteteHände mit einer goldenen Schnur gefesselt sind. Dieselbe ist oben sowohl rechts,als links von einem goldenen, die Horner einwärtskehrenden Halbmonde begleitet.Auf dem Schilde liegt die Grafenkrone, auf welcher sich ein gekrönter Helm er-hebt, welcher die Jungfrau des Schildes trägt. Die Hclmdcckcn sind blau undgolden. Wie angegeben, kommt neuerlich meist das Wappen vor, und so ist derSchild auch im Geneal. Taschenb. d. grätl. Häuser (1853. S. 225) aufgeführt, nurist im rechten Oberwinkel des Schildes anstatt des Halbmondes ein silberner Sternangenommen worden. Die frühere Angabe (1848. 216), dass der Schild roth sei,ist durch die neuere Berichtigung beseitigt. — Nicht zu übersehen sind aber dieMittheilungen Wissgrills (III. 79) über dieses Wappen. Derselbe sagt: das alte,bisher immer unverändert beibehaltene Wappen ist ein blauer Schild, worinnen einenackende junge Frauensperson mit einer goldenen Krone auf dem Haupte undüber die Schultern herabhängenden blonden Haaren, mit vor sich gehaltenen gebun-denen Händen, bis am halben Leib in einer offenen, goldenen Krone sitzend, zusehen ist; über ihrem Haupte ist in beiden oberen Winkeln des Schildes ein mitden Spitzen einwärtsstehender, goldener halber Mond befindlich. — Nach TyroffsN. A. W.-W. (iL 3, 261) stemmt die Jungfrau beide Arme mit auswärfsgekehrtenhohlen Händen in die Seite und wird oben von zwei, mit den Hörnern einwärts-gekehrten Halbmonden begleitet. Die Krone, aus welcher die Jungfrau empor-wächst, steht auf einem grünen Berge. Der Schild ist rund, und die Grafenkroneruht unmittelbar ganz auf demselben.
Das Geschlecht der Grafen v. Forgach (Forgacs v. Ghymes, deutsch:Forgatsch), welches schon iiher 6 Jahrhunderte im Königreich Ungarnsehr berühmt ist, leitet seinen Ursprung, nach einer Urkunde des Dom-propstes und Domcapilels zu Gran vom Jahre 1226, von den längst er-loschenen Grafen v. Hounl, oder Ilunt-Paznan her und hat anfangs, im 12.und 13. Jah rhundert, den Geschlechtsnamen Ivanch, Iwanka, auch Juanka